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Bolivien - Durchquerung Cordilliera Real
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Durchquerung Cordilliera Real (Bolivien)
Bolivien zu unrecht wird das Land in vielen Reisefuehrern als Anhaengsel von Peru behandelt. Dabei bietet der Andenstaat eine schier unglaubliche landschaftliche - und kulturelle Vielfalt, und gilt zudem entgegen anderslautender Berichte als eines der sichersten Länder Lateinamerikas. Atemberaubende Eisgipfel, zum Teil ueber 6.500 Meter hoch, vielfaeltige Urwaldregionen in verschiedenen Hoehenlagen, bizarre Salzwuesten, lebendige, bunte Maerkte und geheimnisvolle Inkadenkmaeler.
Von La Paz fahren wir direkt weiter nach Sorata wo der 13 taegige Trek durch die groesstenteils noch unberuehrten Landschaften der Cordilliera Real startet. Bei der Durchquerung sicherlich einer der interessantesten Bergketten der Welt sind Llamas und einheimische Treiber und Fuehrer unsere staendigen Begleiter. Nachdem wir die Condoririrgruppe durchwandert haben endet die Tour am Zongopass. Wer moechte kann dann noch einen groesseren Berg anschliessen.
Tour-Verlauf detailliert 1. Reisetag: Ankunft in La Paz Schon der Anflug über diese vielfältige Stadt ist ein einzigartiges Erlebnis. Wir fliegen direkt über die Eisgepanzerte Königscordilliere die wir später durchqueren werden. Zuerst checken wir im Hotel ein, dann bleibt noch etwas Zeit um sich die Stadt anzuschauen.
2. Reisetag: Die erste Eingehtour Um uns zuerst um La Paz zu akklimatisieren unternehmen wir heute schon mal die erste kleine Eingehtour.
Wir fahren mit dem Minibus ein Stück aus La Paz heraus in Richtung Süden. Dort wartet ein spannendes Felsgebilde mit zwei spitzen Zacken im Gipfelbereich. Diesen verdankt sie den Namen Muela de Diablo, Backenzahn des Teufels. Die Tour ist eher kurz, führt aber durch prachtvolle grüne Felder und interessant aufgebaute Felsformationen. Oben haben wir obwohl "nur" 3852 Meter hoch einen phantastischen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Hochgipfel, mit dem Eisgepanzerten Illimani als Krönung.
3. Reisetag: Auf dem Weg nach Sorata Nach dem Frühstück werden wir im Hotel abgeholt und machen uns direkt auf den Weg nach Sorata. Etwa vier Stunden sind wir noch unterwegs, zuerst geht es am See entlang, später über einen atemberaubenden Gebirgspass mit prickelndem Nahblick auf die Bergriesen Ancuhuma und Illampu.
Vielkehrig führt der Weg dann erstmal Bergab in das viel gerühmte Bergdorf Soarata auf "nur" noch 2700 Metern Höhe. Hier übernachten wir auch.
Sorata ist auch der Ausgangspunkt für die erste Etappe unserer Cordilleradurchquerung. Da die Llamas einige Wegteile hier nicht bewältigen können stoßen sie erst am 4. Tag des Treks zu uns und werden am Anfang durch Maultiere ersetzt.
4. Reisetag: Anckohuma Hochtal Wir starten in Sorata und haben heute immerhin gleich 1200 Höhenmeter zu überwinden, da wir aber schon recht gut akklimatisiert sind sollte das kein Problem sein, zumal wir ja nur den Tagesrucksack tragen müssen. Wir steigen zum Anckohuma Hochtal auf, an den Nord-Ost Abstürzen des Illampu gelegen. Dort befindet sich auch unser erstes Camp auf 3900 Metern Höhe. Der Aufstieg dauert etwa 6 Stunden.
5. Reisetag: Kurahuasirin Pass Nach dem Frühstück geht es zuerst einmal weitere 2 Stunden bergauf, bis wir den Kurahuasirin Pass auf 4479 Metern erreichen. Von dieser Höhe erwartet uns eine gigantische Aussicht auf die Hochgipfel der Illampugruppe. Danach geht es endlich wieder bergab und geradeaus, nach weitern 4 Stunden haben wir unseren nächsten Lagerplatz auf wiederum 3900 Metern erreicht. Uns erwartet noch das mit dem Kocher bereitete Abendessen und eine herrliche Nacht in abgelegener Natur.
6. Reisetag: Sarani Pass Als erstes nehmen wir den nächsten Pass unter die Füße mit 4500 Metern noch eine kleine Steigerung zu gestern. Der Pass heißt Sarani und bietet prächtige Einblicke in die kaum bekannte aber deshalb nicht weniger eindrucksvolle Negrunigruppe mit etlichen Eisgipfeln, zum Teil deutlich über 5000 Meter. Nacht gut 2 Stunden dürften wir oben angelangt sein, danach geht es wie meistens auf Pässen wieder bergab, bis wir nach weiteren 3 Stunden Marsch unser Camp im Weiler Ajolpaya auf 3900 Metern Meereshöhe erreichen. Dorf ist etwas hochgegriffen für den Ort. Wasser und Strom: natürlich Fehlanzeige. Als Ausgleich erwartet uns aber wiederum eine grandiose Naturlandschaft.
7. Reisetag: Am Fluß Chacapa Noch mal etwas höher steigen wir heute hinauf, der Silsani Pass hat immerhin 4650 Meter zu bieten, dazu natürlich prächtige Ausblicke auf die Königscordilliere. Unser Camp liegt heute an einem Fluss, dem Chacapa, also gibt es für Hartgesottene heute mal wieder eine Bademöglichkeit. Unser Tagespensum dürfte wiederum ungefähr bei 6 Stunden reiner Wanderzeit liegen.
8. Reisetag: Das Örtchen Palca Vom Fluss geht es erstmal wiederum bergauf, der Keakeanipass wartet erneut mit 4650 Metern auf, in völlig unberührten Berglandschaften. Die Gebirgsgruppen um uns herum werden kaum einmal betreten. Ein langer Talabstieg liegt vor uns durch das Amawayatal bis zu unserm Lagerplatz dem "Örtchen" Palca auf 3900 Metern Meereshöhe. 5 Stunden Wanderzeit sind für diese Teilstrecke in etwa einzuplanen. Auch von diesen 3 Häusern ist nicht allzu viel Komfort zu erwarten - aber immerhin gibt es die nötigsten Versorgungsgegenstände.
9. Reisetag: Lager im Amawayatal Heute wollen wir noch höher hinaus, der Hankolacayapass liegt schon 4700 Meter hoch. Wir arbeiten uns also langsam an die 5000 heran, wiederum mit phantastischen Ausblicken. Nach insgesamt 6 Stunden reiner Gehzeit gelangen wir zu unserem Lager im Amawayatal, diesmal auf erfrischenden 4450 Metern Höhe. Von hier aus wirkt der Andenhimmel unglaublich klar, viele Sternbilder lassen sich ausmachen.
10. Reisetag: Janquequotatal Der Hanquekotapass überquert die Koenigscordilliere auf 4950 Metern und zeigt alle Grossen des Massivs in erstaunlicher Deutlichkeit. Wir steigen dann ab ins Janquequotatal, wo wir unser Camp neben dem malerischen Quta Thiya See aufschlagen. 4420 Meter über dem Meer, mit entsprechenden Ausblicken.
11. Reisetag: Lager am Ajwani Der nächste Pass ist "nur" noch 4600 Meter hoch und schnell erreicht. Kurze Zeit später bewegen wir uns im Gebiet um Cheqapa, wo einige geschlossenen Goldminen anzutreffen sind. Wer möchte kann also hier bleiben und versuchen einige der kostbaren Metalle zu finden. Danach geht es noch mal aufwärts - unser Lager am Ajwani befindet sich auf stolzen 4700 Metern Höhe. Ein Wahnsinnsplatz zum Übernachten und kein Laut der Zivilisation ist zu hören.
12. Reisetag: Camp Juri Quta Heute brauchen wir erstmal 6 Stunden um 2 sehr hoch gelegene Pässe zu überwinden, nämlich den 4860 Meter hohem Janchallanipass und den mit 4900 Metern noch etwas höheren Juri Quta. Wir nähern uns dabei nun unweigerlich den etwas bekannteren Regionen der Cordilliere mit der steil aufragenden Condoririgruppe. Unser Camp heißt ebenfalls Juri Quta und liegt wiederum auf 4700 Metern.
13. Reisetag: Apachetapass Heute liegt der höchste Punkt unserer Durchquerung vor uns, der Apachetapass, direkt vor den Respekt einflössenden Eiswänden des Condoriri. Wer möchte kann von hier noch unschwierig den Cerro Austria (5300m) mitnehmen, einen unschwierigen Wanderberg. Danach geht es hinab, zum 4650 Meter hoch gelegenen Basecamp der Condoririgruppe, malerisch am Ufer der Laguna Chiara Quta gelegen. Hier lässt sich sogar Bier erwerben, dazu gibt es hölzerne Toilettenhäuschen. Von hier aus werden auch alle wichtigen Berge der Condoririgruppe angegangen.
14. Reisetag: Reservetag Wir bleiben heute an diesem malerischen See. Wer möchte kann einen Ruhetag einlegen mit etwas schauen und umherwandern. Alternativ könnte ein weiterer kleiner Berg dieser Gruppe bestiegen werden oder ein wenig der Gletscher erkundet, der untere Teil ist definitiv harmlos.
15. Reisetag: Liviaosatal Heute geht es aber wieder weiter, noch mal 6 Stunden reine Gehzeit liegen vor uns. Dazu 2 Pässe um 5000 Meter. Von dort steigen wir ins Liviaosatal ab, dort befindet sich auch unser Campingplatz auf nur noch 3750 Metern. Wiederum ein malerisches Örtchen in unberührter Natur.
16. Reisetag: Über Chacapampa zurück nach La Paz Heute geht es größtenteils bergab, unser Ziel heißt Chacapampa im unberührten Zongotal. Hier sollen noch Pumas und Brillenbären umherstreifen. Allerdings sind die Chancen, diese, mittlerweile sehr selten und vorsichtig gewordenen Tiere, zu Gesicht zu bekommen, ziemlich gering. Fauna und Vegetation sind aber in jedem Fall höchst interessant.
Im Zongotal werden wir abgeholt und überqueren auf dem Rückweg den gleichnamigen Pass, direkt unterhalb des wohl berühmtesten Berges Boliviens, des formschönen Huayna Potosi. Am Nachmittag treffen wir dann in La Paz ein.
17. Reisetag: Rückflug Leider geht die Tour heute zu Ende. Es steht nur noch der Rückflug von La Paz aus auf dem Programm. Dieser überquert aber noch mal die gewaltigen Andenketten, direkt an Huyna Potosi und Condoriri vorbei. Zeit also neue Gipfelpläne zu schmieden.
Weitere Informationen Verlängerungsmöglichkeit Wer noch nicht genug und weiterhin Zeit hat, kann nun noch einen der ganz großen Berge um La Paz anschließen. Zum Beispiel den ebenmäßigen Huayna Potosi oder gar den direkt über der Stadt aufragenden Eisgiganten Illimani, das Wahrzeichen von La Paz. Diese Tour lässt sich mit allen vorhandenen Tour-Bausteinen in Bolivien kombinieren.
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Aktuelles
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Örtlich muss mit erhöhten Sicherheitsrisiken gerechnet werden.
Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.
Nahrung:
Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!
Luft:
Smog in Ballungsräumen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Gesundheitswesen:
Qualitativ sehr gute Gesundheitsversorgung ist erreichbar: Reiseversicherung dennoch sinnvoll!
Vom Gesundheitswesen können auch Gefahren ausgehen.
Angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) können risikobehaftet sein.
Klima
Die beiden Hauptregionen Boliviens, das Hochland und Tiefland, stehen mit Klima, Vegetation und Einwohnertypus in scharfem Kontrast zueinander und sind regional sehr unterschiedlich. Für La Paz gilt: Die Trockenzeit (Winter!) dauert von April/Mai bis Oktober/November. Sie bringt wüstenhaft trockene Luft, extreme Temperaturschwankungen - nachts bis unter den Gefrierpunkt - und so gut wie keinen Regen. Tagsüber werden in der Sonne bis zu 30 °C (gleichzeitig im Schatten aber nur 8 bis 10 °C) erreicht. Während der übrigen Monate des Jahres (Sommer!) herrscht Regenzeit mit oft dichter Wolkendecke. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen steigen auf etwa 20 bis 22 °C an; die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind in dieser Zeit geringer. Es regnet lange und oft heftig.
Überflutungen kommen im Nordosten im März bis April vor. Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation LA PAZ (Stadt, Obs.) Höhe über NN in m: 3.632 geographische Position: 68° 8’ W, 16° 30’ S
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
17,9
17,6
17,9
18,6
17,3
17,3
16,5
17,3
17,6
18,7
19,2
18,7
Temp. ø Min. (°C)
5,8
6,3
5,8
5,0
3,3
1,7
1,3
2,2
3,4
4,8
5,5
5,7
Regentage
19
17
15
8
4
2
2
3
9
9
11
16
Niederschlag (mm)
120
104
68
33
13
8
9
13
29
40
48
91
Sonnenstunden ø
4,5
4,3
5,4
7,0
9,0
10,8
9,1
8,3
8,3
7,5
6,2
5,7
Wasser-Temp. ø (°C)
Klimabelastung*
--
--
--
--
--
--
--
--
--
--
--
--
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Voice of America (VOA), 330 Independence Avenue, SW, Washington, DC 20237 USA, E-mail: musicmix@voanews.com, www1.voanews.com/english/news/
Radio France Internationale (RFI), 104, Avenue du Président Kennedy, 75016 Paris, France, Tel. +33 / +1 / 5640 1212, Fax +33 / +1 / 5640 4759, www.rfi.fr
Kontaktadressen
Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:
Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Bolivien: Embajada de la República Federal de Alemania www.la-paz.diplo.de
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Bolivien entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 7520 kg. Durch einen freiwilligen Beitrag von 176 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen. Mehr dazu finden Sie unter
www.atmosfair.de
Zahlungsmodalitäten
Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 30%
Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 14 Tage
Anzahlung wird für den Flug verwendet, ist daher nur bei Buchungen mit Flug notwendig.