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Griechenland - Peloponnes und Saronischer Golf
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Unmittelbar vor Athen gelegen breitet sich vor uns ein Segelrevier aus, das die Hektik der Millionenstadt schnell vergessen lässt.
Der Saronische Golf und der Peloponnes sind weniger den Starkwinden der Ägäis ausgesetzt und daher für AnfängerInnen und Leute, die es etwas ruhiger mögen, hervorragend geeignet.
Wer seine Segelreise mit einem Landurlaub verbinden möchte, findet hier zahlreiche Möglichkeiten. Von den Inseln des Saronischen Golfes bieten sich insbesondere Aegina und Poros an. Sie sind mit Schnellfähren mehrfach am Tag von Athen zu erreichen. Tagesausflüge nach Athen, den anderen Saronischen Inseln oder zur großen Halbinsel Peloponnes sind problemlos machbar. Hierbei sollte unbedingt auch das Amphitheater von Epidaurus berücksichtigt werden. Es ist wohl das am besten erhaltene seiner Art. Häufig finden hier auch noch beeindruckende Konzerte und Aufführungen statt.
„Inselhüpfen“ und immer mal wieder ein neues Quartier suchen, bietet sich außerhalb der Monate August und September in diesem Revier auch durchaus an. Im Gegensatz zu den Kykladen wo die Hotel- und Zimmeranbieter schon an den ankommenden Fähren auf neue Gäste lauern, sollte im Bereich des Peloponnes und der benachbarten Inseln aber schon zuvor ein wenig mehr Planungsarbeit geleistet werden.
Wen es weiter weg treibt, der kann sich über Piraeus die gesamte Ägäis per Fähre erschließen. Der Peloponnes-Halbinsel wurde 2007 durch Großbrände stark zugesetzt. Vermutlich waren viele Feuer auf Bodenspekulation zurückzuführen. Man hoffte – nachdem die Natur durch Feuer zerstört wurde – dass Baugenehmigungen leichter zu bekommen seien. Dass es in 2008 bei weitem nicht zu so vielen Feuern kam, ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass ein Umdenken stattgefunden hat. Auch für verbrannte Flächen werden Baugenehmigungen nicht einfach erteilt und vielerorts wurden Aufforstungsprogramme angepackt. Zum Glück regnet es am Peloponnes - jedenfalls in den Wintermonaten - ein wenig häufiger. Die Natur wird sich daher bald wieder erholen. Die von uns zu ersegelnden Küsten waren nur im sehr geringen Umfang von Bränden betroffen. Dennoch hoffen wir durch den einen oder anderen Euro, den wir an Land ausgeben, der Halbinsel und ihren Bewohnern ein wenig zu helfen.
Unsere einwöchigen Törns beginnen und enden in der Marina Kalamaki von Athen. Je nach Motivation der Crew kann die Reise z. B. am ersten Tag nach Hydra gehen. Ein Leben ohne Autos und Mopeds mag in Griechenland unvorstellbar zu sein: hier ist es Realität. Bis auf drei LKW sind Motorfahrzeuge verboten. Esel transportieren Baumaterial, Lebensmittel und Touristen, die allerdings überwiegend nur über Tag die Insel bevölkern. Am Abend gehört der Ort eher den Einheimischen und den Seglern. In Hydra herrscht venezianischer Baustil vor. Die Häuser sind überwiegend sehr aufwendig renoviert und gehören inzwischen vielfach reichen Athenern oder Ausländern, wie z. B. Roger Moore. Wer allerdings glaubt, ZZ Top (amerikanische Rockband mit langen Bärten) zu sehen, der irrt. Pandelis heißt dieser liebenswerte Mensch und hilft den Schiffen beim An- und Ablegen und versorgt sie mit Trinkwasser. Zum Sundowner geht es in eine kleine Bar. Romantischer geht es kaum: die Sonne verschwindet hinter der Insel Dokos, begleitet von gut ausgewählter Musik.
Am nächsten Tag kann die Reise nach Monemvasia gehen. 1000 Jahre Geschichte offenbart uns diese byzantinische Stadt, die - hoch oben auf dem Berg einer kleinen Insel gelegen - der Besetzung durch fremde Mächte lange widerstand. Vom Berggipfel lässt sich die Größe und Schönheit dieses Ortes und seiner Festungsanlagen am besten erleben. Der Weg mag beschwerlich sein, aber die fantastischen Aussichten und die vielen Fotomotive nötigen uns ausreichend Verschnaufpausen auf.
Genug Kultur fürs Erste – wir segeln weiter nach Kyparissi. Eine große Bucht, eine kleine Kapelle, Platz für drei Schiffe. Meist liegen wir hier allein. Arkadien (die Landschaft, die der Firma den Namen gab), liegt zwar etwas weiter nördlich, doch auch hier spüren wir, was Arkadien verspricht: Idyllische Ruhe und landschaftliche Schönheit. An Bord kochen, oder einen kleinen Pfad zum ca. 3 Kilometer entfernten Ort nehmen, um eine Taverne zu besuchen? Kochen, wäre meine Wahl, denn in der Nähe unseres Liegeplatzes in Monemvasia gab es gute Einkaufsbedingungen. Wo gibt es denn sonst noch den Schlachter, der einem nach dem Fleischkauf (der bei uns meist ja ein wenig größer ausfällt) noch eine Wurst als Geschenk einpackt, oder uns eine Flasche Wein aus dem Nachbarladen holt.
Porto Heli ist unser nächstes Ziel. Wir können an der Stadtpier festmachen und uns in dem Ort versorgen oder eines der zahlreichen Restaurants besuchen. Wir können aber auch in eine der drei Ankerbuchten in der näheren Umgebung segeln und den Rest des Tages mit Baden oder Faulenzen verbringen.
Auf dem Weg zurück in den Saronischen Golf segeln wir vorbei an Spetses. Gemeinsam mit Hydra nahm diese Insel als erste den Kampf gegen die Unterdrückung durch die Türken auf. Wie so oft in der Geschichte, bediente man sich dabei auch der Hilfe von Piraten. Bouboulina war die Frau eines Piratenführers, der im Gefecht fiel. Sie übernahm die Führung und zerstörte einen Teil der türkischen Flotte, indem sie brennende Schiffe auf die gegnerische Flotte zutreiben ließ. Jedes Jahr im September wird mit großen Festlichkeiten dieser „Freiheitskämpferin“ und ihrer Taten gedacht. Besonders hübsch wird Bouboulina wohl nicht gewesen sein. Vermutlich böse Zungen behaupten, sie hätte ihre Untergebenen mit Waffengewalt zum Geschlechtsverkehr mit ihr gezwungen.
Fünfundzwanzig Seemeilen misst unser heutiges Etmal. Fototermin bei der Durchfahrt durch den Sund von Poros; die Stadt mit ihrer sehr schönen Bebauung gleitet an steuerbord vorbei. Verschiedene Anlegemöglichkeiten finden wir hier vor. Sehr quirlig ist die Hafenpromenade. Ruhig und beschaulich sind die kleinen Gassen oberhalb der Hauptstraße. Über den Dächern der Stadt hat man einen sehr schönen Blick über die Insel. Für das Abendessen bietet sich ein nettes Restaurant in der Ortsmitte an. Unter einer riesigen Platane sitzend, genießen wir den letzten Abend im Saronischen Golf. Wir können uns aber auch der Hektik der Stadtpier entziehen und wieder in einer sehr sicheren Bucht vor Anker gehen. Ein schöner Blick vom Ankerplatz auf den Ort, besonders, wenn am Abend die Lichter angehen.
Am nächsten Morgen noch einmal ein Bad von Bord der Yacht, dann müssen wir zurück zum Ausgangshafen Kalamaki. Vermutlich die schwersten 25 Seemeilen der Reise. Nicht nur, weil wir den Wind hier häufig auf der Nase haben und vermutlich kreuzen müssen, sondern weil der Abschied naht.
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Aktuelles
Hinweise:
Wegen der aktuellen innenpolitischen und wirtschaftlichen Lage sind in größeren Städten (u.a. Athen und Thessaloniki) Streiks und teilweise gewalttätige Demonstrationen zu erwarten. Der öffentliche Verkehr (inkl. Flugverkehr) kann beeinträchtigt werden. Reisenden wird geraten, sich in den Medien über die aktuelle Lage zu informieren. Demonstrationen sollten gemieden werden. (AA, FCO 06.09.)
Es wurde über Waldbrände im Ort Karystos an der Südküste der Insel Evia und auf Kreta berichtet. Haupttouristengebiete sind nicht betroffen. (FCO 23.08.)
Dennoch: Leitungswasser ist ggf. nicht immer zum Trinken geeignet.
Nahrung:
Keine Besonderheiten.
Dennoch: Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein.
Luft:
Smog in Ballungsräumen.
Gesundheitswesen:
Qualitativ gute Gesundheitsversorgung.
Dennoch: Vom Gesundheitswesen können auch Gefahren ausgehen: Qualität kritisch hinterfragen.
Klima
Mittelmeerklima mit starken jahreszeitlichen Schwankungen, (45 °C im Sommer, - 5,5 °C im Winter in Athen). Die beste Reisezeit ist von April bis Juni und von September bis November.
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation ATHEN (ATHENAI, Obs.) Höhe über NN in m: 107 geographische Position: 23° 43’ E, 37° 58’ N
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
12,9
13,6
16,0
20,3
25,3
29,8
32,6
32,3
28,9
23,1
18,6
14,7
Temp. ø Min. (°C)
6,5
6,9
8,4
11,6
15,4
20,1
22,5
22,3
19,2
14,9
11,4
8,3
Regentage
6
6
6
4
3
1
< 1
1
2
4
5
7
Niederschlag (mm)
45
48
43
28
17
10
4
5
12
48
51
67
Sonnenstunden ø
4,5
5,1
6,0
8,0
9,8
11,4
12,1
11,5
9,4
7,0
5,5
4,4
Wasser-Temp. ø (°C)
Klimabelastung*
--
--
--
--
--
--
zs
zs
--
--
--
--
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Voice of America (VOA), 330 Independence Avenue, SW, Washington, DC 20237 USA Tel.: +1 / 202 203 4000 www.voa.gov
Radio France Internationale (RFI),115, Avenue du Président Kennedy, F-75762 Paris Cedex 16 Tel.: +33 / +1 / 5640 1212, Fax : +33 / +1 / 5640 4759 www.rfi.fr
Kontaktadressen
Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:
Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Griechenland: Embassy of the Federal Republic of Germany www.athen.diplo.de
Segelreise mit Skipper, Unterbringung in Doppelkabine, Nutzung der Yacht und -ausrüstung, Segelanleitung und Seemeilenbestätigung
Nicht enthaltene Leistungen
An- und Abreise
Verpflegung (ca. 150,- €/Woche/Person)
Bordkasse (Diesel, Wasser, Hafengebühren, etc.) ca. 40 € pro Person/Woche
TeilnehmerInnen
Min. Teilnehmerzahl: 2
Max. Teilnehmerzahl: 8
Ihr atmosfair Beitrag
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Griechenland entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 920 kg. Durch einen freiwilligen Beitrag von 23 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen. Mehr dazu finden Sie unter
www.atmosfair.de