Unsere Länderinfos mit freundlicher Unterstützung vom Reisemedizinischen Zentrum
Mali - Timbuktu & Djenné
Bitte warten Sie einen Augenblick, die Bilder werden geladen!
Bild 7 von 7
Mali war einst ein begütertes Land. Salz und Gold hießen seine Schätze, Handel brachte Wohlstand und Ansehen. Reichtum und Erfolg fanden ihren Ausdruck in prächtigen Lehmbauten. Deren Baustoff lieferte der Niger. Er war und ist Lebensader und Verkehrsweg zugleich. Als solcher verbindet er die großen und betriebsamen Marktorte Malis, die im Zentrum unserer Reise stehen. Wir beginnen in Timbuktu, im Mittelalter ruhmvoller Hort der Gelehrsamkeit und des Kaufmannsgeistes, genährt von den Salzkarawanen aus dem Herzen der Sahara. Die treffen noch immer hier ein, aber das weiße Gold der Tuareg hat seinen Zauber verloren. Ein Abglanz vergangener Blüte spiegelt sich in einer Reihe alter Wohnpaläste mit reich verzierten Fassaden. Ein gutes Stück weiter südlich, am Zusammenfluss von Niger und Bani, liegt das quirlige Mopti. In seinem Hafen löschen schwer beladene Pinassen ihre vielfältige Ladung. Gegenüber, auf der anderen Seite des Flusses, schwelen die Feuer der Bozo-Frauen, die hier frischen Fisch räuchern und trocknen. Fisch, Salz und Vieh haben Mopti in der jüngeren Vergangenheit zu einem fast ebenso wichtigen Warenumschlagplatz gemacht wie Djenné, das wir nach unserem Trekking ins Dogonland erreichen und dessen bunter Montagsmarkt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Was immer Mali an Erzeugnissen zu bieten hat, hier wird es feilgeboten. Djennés mächtige und immer wieder erneuerte Lehm-Moschee knüpft ein Band zu der langen Geschichte dieser alten Handelsmetropole.
Die teils feuchte Hitze im Dunstkreis des Niger setzt einige Klimaverträglichkeit voraus. Für die Wanderungen im Dogonland ist eine normale Kondition ausreichend – unser Weg ist allerdings teils sandig. Ansonsten ist diese Reise insbesondere wegen der häufigeren Übernachtungen in sorgfältig ausgewählten Hotels und dem Flug von Bamako nach Timbuktu unsere komfortabelste Malireise.
REISEN NACH MALI FÜHREN WIR AUFGRUND DER AKTUELLEN REISEWARNUNG DES AUSWÄRTIGEN AMTES DERZEIT NICHT DURCH.
1.-2. Tag Anreise nach Timbuktu Flug von Deutschland via Casablanca nach Bamako. Ankunft Nachts und Transfer zum Hotel. Am nächsten Morgen fliegen wir zeitig nach Timbuktu, denn uns bleibt am Schluss der Reise noch Zeit für die Hauptstadt Bamako. In Timbuktu selbst besuchen wir unter anderem die Masdjid Djinger-Ber – einen stattlichen Lehmbau – und das Heinrich-Barth-Haus. Zwar deutlich in Mitleidenschaft gezogen durch diverse Paris-Dakar-Rallyes und seit Jahren beständig wachsende Touristenhorden, die auch hier die Jugend der Stadt zu cleveren Geschäftsleuten herangezogen haben, verströmt die Stadt doch die Ruhe der umgebenden Wüste und ihrer alten maurisch-arabischen Kultur.
3.-6. Tag Der Weg nach Süden: Per Pinasse nach Mopti Der Morgen in der Stadt steht uns für eigene Erkundungen zur Verfügung. Wer mag, kann beispielsweise der berühmten Handschriftensammlung in der Bibliothek von Timbuktu einen Besuch abstatten. Um die Mittagszeit fahren wir zum Hafen der Stadt, Kourioume. Hier erwartet uns unsere Pinasse (motorisiertes Langboot), mit der wir drei Tage lang den Niger flussaufwärts bis nach Mopti gleiten. Der Niger ist die Lebensader des Landes, befahren von unendlich vielen Booten, die Güter von und nach Mopti und in die anderen Orte am Fluss bringen. An seinen Ufern leben Fischer, hierher kommen die großen Rinderherden zur Tränke. Je nach Wasserstand kommen wir mehr oder minder zügig voran, denn zum Frühjahr hin wird der Fluss immer seichter, und unser Kapitän muss etliche Sandbänke umschiffen. Zwischendurch legen wir – sofern es unsere Zeit erlaubt – immer mal wieder an, laufen ein Stück, besuchen die Fischerdörfer Bozo und Somono und campen nachts am Ufer des Niger. An Bord haben wir unsere Expeditionsküche und auch eine einfache Toilette. Am Abend des 6. Tages treffen wir in der durch Salzkarawanen, Fisch- und Viehhandel großgewordenen Hafenstadt Mopti ein.
7.-10. Tag Trekking im Land der Dogon Hafen und Märkte der quirligen Flussmetropole Mopti stehen am heutigen Morgen auf dem Programm. Am Hafen beobachten wir das Be- und Entladen der zahllosen Schiffe und können gleich nebenan an den überdachten Ständen sehen, was in all den Säcken und Kisten verborgen war. Nur wenige Meter weiter wird Fisch über schwelenden Feuern geräuchert, und weit hinten, an den Werften, beobachten wir, wie die viereckigen Nägel für den Schiffsbau geschmiedet werden. Um die Mittagszeit verlassen wir Mopti über den alten Damm, der die sumpfigen Marschen zwischen Stadt und Festland überbrückt, und machen uns auf den Weg ins Dogonland. Via Bandiagara erreichen wir den Ausgangspunkt unseres Treks nahe Kani Kombole am Fuß der Falaise (Steilabbruch) du Bandiagara.
Am nächsten Tag wandern wir unterhalb der Falaise entlang. Das Gepäck wird ganz traditionell per Rinderkarren transportiert, so dass wir nur unseren eigenen Tagesbedarf tragen müssen. Über Telli, Ennde und Baguru gelangen wir nach Djonduru, machen zwischendurch Halt unter schattenspendenden Bäumen oder im Gasthaus eines der Dörfer auf unserem Weg. Dort gibt es nicht nur die in Ockertönen und Schwarz bemalten oder in Indigo gebatikten Baumwollstoffe zu erwerben, sondern auch Holzplastiken und die typischen Strohhüte. Tags darauf klettern wir auf schmalen Pfaden durch einen Canyon auf die Falaise hinauf nach Bendjmatou und genießen den Blick in die sich nun unter uns in die Ferne erstreckende Gondo-Ebene. Dann wandern wir auf uralten Fußwegen die Abbruchkante entlang, kreuzen kleine Bäche, queren sorgfältig angelegte Zwiebel- und Hirsefelder, rasten zwischendurch wieder unter mächtigen Bäumen. Hinter dem Marktflecken Duru klettern wir durch eine schmale Klamm hinunter in die Ebene. Der Weg ist steil, aber auch für Ungeübte gut zu schaffen. Nur an einer Stelle müssen wir eine steilere Passage auf aus Baumstämmen grob gehauenen Leitern überwinden. Kurz hinter Nombori – unserem letzten Übernachtungsort – erklimmen wir ein weiteres Mal die Falaise, denn oben wartet unser Bus auf uns. Mit dem fahren wir dann bis nach Djenné. Wer mag, kann schon am heutigen Vorabend des großen Marktes zur Moschee hinüberlaufen und beobachten, wie sich das weite Viereck des Platzes langsam mit Händlerinnen und Händlern füllt, wie Feuer für eine lange Nacht entzündet und erste Stände errichtet werden.
11.-12. Tag Djenné und Ségou Der große Montagsmarkt beginnt bereits in den frühen Morgenstunden, doch trifft die Mehrzahl der Handelswilligen erst im Laufe des Vormittags ein. Viele von ihnen sind bereits mitten in der Nacht aufgebrochen, denn die Wege in Mali sind weit. Wir nutzen die kühleren Stunden für einen gemeinsamen Rundgang durch die Stadt, zu den zahlreichen Madaris (Koranschulen) und Bürgerhäusern, umrunden natürlich auch die berühmte Moschee und schlendern am Flussufer entlang. Doch dann geht es auf den Markt – zu den Gemüse- und Fruchtständen, zu den Stoffen, den Kurzwaren und zum Schmuck, zu den Heilmitteln und dem Getreide, über den Vieh- und den Holzmarkt. Der ganze Tag bis zum Abend steht uns hierfür zur freien Verfügung, denn wir nächtigen ein zweites Mal in Djenné.
Über die einzige große Asphaltstraße des Landes erreichen wir am Nachmittag des 12. Reisetages Ségou (Segu) und checken dort im Hotel ein. In der alten, von den französischen Kolonialherren kreierten Architektur geht die bodenständige Lehmbaukunst eine erstaunliche Ehe mit dem Stilwollen aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts ein.
13.-15. Tag Bamako und das Ende der Reise Heute kehren wir zügig in die Hauptstadt Malis zurück. Hier wollen wir – je nach verbleibender Zeit – dem Nationalmuseum und dem Marché Artisanale sowie den umliegenden Märkten einen Besuch abstatten. Der folgende Tag steht uns für eigene Streifzüge durch die Stadt und über den Markt zur freien Verfügung.
Abends treffen wir uns zu einem gemeinsamen Abschlussessen in einem der zahlreichen Open-Air-Restaurants der Stadt, bevor wir nachts in den Flieger zurück nach Deutschland steigen. Ankunft in Deutschland am Mittag des 15. Reisetages. ·
Verlängerung Diese Reise lässt sich ideal um weitere Tage in Malis quirliger Hauptstadt Bamako oder in Marokko verlängern. In Marokko bietet sich ein Aufenthalt in Casablanca, in einer der Königsstädte wie Marrakesch (Marrakech; Marraksh) oder an der Atlantikküste an.
Über bzw. nach Weihnachten bieten wir jedes Jahr eine verlängerte Variante dieser Reise mit Besuch des Musikfestivals von Essakane an.
Reise weiterempfehlen
In Freund erhält eine Email, in der auf diese Reise hingewiesen wird.
Bitte senden Sie Emails nur an Personen, von denen Sie wissen, dass sie sich für diese Reise interessieren.
Aktuelles
siehe Fachinformationen aktuell
Sicherheit
Sicherheitshinweise
Regional muss mit einer labilen Sicherheitslage gerechnet werden.
In den nordafrikanischen, an die Sahara grenzenden Ländern wächst das Anschlags- und Entführungsrisiko.
Landminen stellen in vielen Gebieten eine große Gefahr dar.
Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.
Nahrung:
Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!
Luft:
Smog in Ballungsräumen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Gesundheitswesen:
Qualitativ gute Gesundheitsversorgung ist nur in größeren Städten erreichbar: Reiseversicherung!
Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen.
Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind gefälscht, schadstoffbelastet, unbrauchbar.
Klima
Mali hat drei Klimazonen: 1. Die sudanesische Zone mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von 700 bis 1.000 mm; 2. Die Sahelzone mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von 200 bis 400 mm; 3. Die Sahara-Zone, die etwa 40 % des Landes ausmacht und in der so gut wie kein Regen fällt.
Es gibt drei Jahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis Oktober, die kühlere Trockenzeit von November bis Februar und eine heiße Trockenzeit von März bis Mai. Die durchschnittliche Temperatur in Bamako liegt zwischen 16 und 32 °C im Januar und 24 bis 39 °C im April.
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation BAMAKO (Flughafen SENOU) Höhe über NN in m: 380 geographische Position: 7° 57‘ W, 12° 32‘ N
Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
32,7
35,9
37,9
38,7
37,8
34,8
31,6
30,8
31,9
34,4
34,7
32,5
Temp. ø Min. (°C)
17,3
20,0
23,1
25,2
25,3
23,4
22,0
21,6
21,6
21,5
19,2
17,4
Regentage
< 1
< 1
< 1
3
5
9
15
16
12
5
< 1
0
Niederschlag (mm)
1
1
2
25
46
121
218
234
165
65
2
0
Sonnenstunden ø
8,9
9,0
8,6
7,7
7,8
7,8
7,0
7,0
7,4
8,2
9,0
8,7
Wasser-Temp. ø (°C)
Klimabelastung*
h + t
h + t
h + t
h + t
s
s
s
s
s
s
h + t
h + t
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Voice of America (VOA), 330 Independence Avenue, SW, Washington, DC 20237 USA, E-mail: musicmix@voanews.com, www1.voanews.com/english/news/
Radio France Internationale (RFI), 104, Avenue du Président Kennedy, 75016 Paris, France, Tel. +33 / +1 / 5640 1212, Fax +33 / +1 / 5640 4759, www.rfi.fr
Kontaktadressen
Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:
Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Mali: Ambassade de la République Fédérale d’Allemagne www.bamako.diplo.de
Linienflug ab Frankfurt (andere Abflughäfen möglich, teils gegen Aufpreis)
Inlandsflug Bamako-Timbuktu
Transfers vom und zum Flughafen
Rundreise im Kleinbus bzw. Geländewagen (je nach Gruppengröße
Rinderkarren zum Gepäcktransport während des Trekkings (Tage 8-10)
Fahrt auf dem Niger mit motorisierter Pinasse incl. Schiffsmannschaft und ortskundigem guide
5 Hotelübernachtungen
6 Zeltübernachtungen, 2 Übernachtungen auf dem Dach des Campements in Djenné
Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten, Schlafmatten und Expeditionsküche
Vollverpflegung inkl. Tee und Wasser zu den Mahlzeiten; in Timbuktu, Djenné und Bamako Halbpension
Kosten für die Fähren
alle Besichtigungen, Exkursionen und Eintritte gemäß Programm
landeskundige Reiseleitung, bei 4-7 Personen Englisch sprechend, lokal, ab 8 Personen Deutsch sprechend
Zusätzliche Leistungen
Preis in €
Einzelzimmer/-zeltzuschlag
170,-
Einzelzimmer/-zeltzuschlag Hochsaison *
200,-
Rail&Fly-Ticket 2011
68,-
* nur für bestimmte Termine verfügbar
Nicht enthaltene Leistungen
Visum Mali (ca. EUR 34,-)
Trinkgelder und Ausgaben persönlicher Art
TeilnehmerInnen
Min. Teilnehmerzahl: 4
Max. Teilnehmerzahl: 12
Ihr atmosfair Beitrag
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Mali entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 2460 kg. Durch einen freiwilligen Beitrag von 62 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen. Mehr dazu finden Sie unter
www.atmosfair.de
Die teils feuchte Hitze im Dunstkreis des Niger setzt einige Klimaverträglichkeit voraus. Für die Wanderungen im Dogonland ist eine normale Kondition ausreichend – unser Weg ist allerdings teils sandig. Ansonsten ist diese Reise insbesondere wegen der häufigeren Übernachtungen in sorgfältig ausgewählten Hotels und dem Flug von Bamako nach Timbuktu unsere komfortabelste Malireise.
Gesamtstrecke ca. 1900 km, davon ca.400 km Piste , außerdem etwa 40 km zu Fuß und 400 km auf dem Niger