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Türkei - Zwischen Nemrut und Ararat: Alte Kulturen im Zweistromland
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Die Südosttürkei zwischen dem Golf von Iskenderun und der Hochgebirgslandschaft Ostanatoliens ist ein abwechslungsreiches Gebiet von einzigartiger Schönheit. Unsere Reise führt uns durch die weiten Steppen Mesopotamiens und das bewaldete Amanusgebirge an den Fuß der schneebedeckten Gipfel des östlichen Taurusgebirges und der kurdischen Alpen und an das Ufer des riesigen, tiefblauen Vansees. Hier, im Gebiet des Fruchtbaren Halbmondes, entstanden in der Jungsteinzeit die ersten Dorfsiedlungen und in geschichtlicher Zeit die blühenden Kulturen der Assyrer, Hethiter, Urartäer, Armenier, Römer, Byzantiner, der Araber, Seldschuken, Kurden und Osmanen. Alexander der Große zog, nachdem er den Perserkönig Darius besiegt hatte, auf etwa derselben Route, die wir befahren, mit seinem Heer nach Innerasien.
2. Tag: Karatepe, Toprakkale, Issos Fahrt durch die Taurusvorberge nach Karatepe,Besichtigung der Ausgrabungsstätte und des hethitischen Felsreliefs von Karatepe, an einer Steilwand über dem Ceyhan-Fluß gelegen. Fahrt an der Armenierburg Toprakkale und am Schlachtfeld von Issos vorbei(Alexanderschlacht 333 v. Chr.) über das Amanusgebirge nach Antakya, das antike Antiochia.1 Ü in Antakya.
3. Tag: Antakya, Mosaikenmuseum, St. Peter Antiochia war eine der reichsten Städte des Orients; im Archäologischen Museum in Antakya ist die weltweit zweitgrößte Sammlung römischer Mosaiken zu sehen. Die Grottenkirche St. Peter soll der ersten, vom Apostel Petrus auf seiner ersten Missionsreise gegründeten christlichen Gemeinde als Versammlungsort gedient haben. Spaziergang im schönen, mit Lorbeerbäumen, Eichen und Zypressen bestandenen, in einem Quellgebiet liegenden Hain der Daphne. 1 Übernachtung in Gaziantep.
4. Tag: Waldrappstation, Zeugma, Urfa Auf der Fahrt nach Urfa, dem alten Edessa, kurzer Besuch einer auf der östlichen Euphratseite liegenden Waldrappstation. In Urfa, vor 3500 Jahren Hauptstadt der Hurriter, soll Abraham auf seinem Weg von Ur in Chaldäa ins Gelobte Land sein Lager aufgeschlagen haben. Verweilen am Abrahamteich, der von der Roha-Quelle am Fuß der Zitadelle gespeist wird, Besichtigung der Moschee Yeşil Kilise, der Ulu Cami und der Abraham-Eremitage. Besuch des Archäologischen Museums. Fahrt durch die Ebene von Harran, dank des Atatürk- Staudamms ein Garten Eden geworden. Im alten Harran holte Rebekka für Jakob Wasser aus dem Brunnen, von hier brach Abraham mit Sarah um das Jahr 1800 v.Chr. nach Kanaan auf. Seit assyrischer Zeit war Harran eine wichtige Tempel- und Festungsstadt, heute ist es ein abgelegenes Dorf mit Trulli-Häusern aus Lehm. Orientalischer Bazar in der Altstadt von Urfa. 1 Übernachtung in Gaziantep.
5. Tag: Mardin, Tur Abdin Fahrt über Viranşehir durch Steppe und Halbwüste nach Mardin mit seinen hellen Bruchsteinhäusern, der ortokidischen Alten Moschee, schönen Medressen und traditionellem Basar. Weiter geht es auf das Hochplateau des Tur Abdin, ein altes, Aramäisch sprechendes christliches Siedlungsgebiet. Besuch des syrisch- jakobitischen Klosters und Bischofssitzes Deir Az Zafaran mit Arkaden, Innenhöfen, Mönchszellen und Kirche. Fahrt über Midyat, Zentrum des syrisch-orthodoxen Christentums, zum Doppelkloster Deir Mar Gabriel (4. Jh.), dem heute wichtigsten Kloster des Tur Abdin, das im Zuge der Verfolgungen der Monophysiten öfter zerstört und wieder aufgebaut wurde. 1 Übernachtung in Mardin
6. Tag: Hasankeyf, Siirt, Bitlis Fahrt zur malerisch am Tigris gelegenen, von den Römern gegründeten Festung Hasankeyf. Besuch von Siirt mit Moschee und Hamam aus seldschukischer Zeit. In Bitlis, das von einer mächtigen Zitadelle überragt wird, Besichtigung des aus dunklem, rotbraunem Stein errichteten Komplexes der Şerefi Camii mit Moschee, Armenküche, Türbe und schöner Medrese. 1 Übernachtung in Tatvan am Vansee
7. Tag: Nemrut-Kratersee, Ahlat, Adilcevaz Auf einer Gebirgsstraße geht es zum 3300 m hohen Vulkan Nemrut. Traumhaft schöner Blick auf den Vansee und den tiefblauen Kratersee. An einem grünen Nebensee entspringen heiße Quellen. Weiter zum Seldschukenfriedhof von Ahlat mit kleinen Türben und hohen Grabsteinen. Am Seeufer entlang Fahrt zumeinst armenischen Adilcevaz am Fuß eines Burgfelsens; hier wurden urartäische Felsreliefs ausgegraben.3 Ü in der DR.KOCH - Ferienanlage am Vanseeufer.
8. Tag: Dogubayazit am Ararat, Bendimahi Fahrt durch die bizarren Lavafelder des Tendürek-Bergs bis zum Fuß des Berges Ararat. In Dogubayazit Besichtigung der malerischen Palastruine des Kurdenemirs Isak Pasa. Wanderung zu den Wasserfällen des wilden Bendimahiflusses.
9. Tag: Van Kale, Altvan, Urartäer-Museum Aufstieg auf den Burgfelsen oberhalb von Alt- Van mit den Mauerresten einer urartäischtürkischen Zitadelle. In den Fels gehauene Grabkammern und Keilschrifttafeln in assyrischer Sprache erinnern an das Reich Urartu (9. - 7. Jh. v. Chr.) und seine Hauptstadt Tuşpa. Besuch des Archäologisch-Ethnographischen Museums in Van mit einer reichen Sammlung urartäischer Funde.
10. Tag: Gevaş, Klosterkirche Ahtamar Bei Gevaş am Südufer des Sees seldschukischer Friedhof mit schön reliefi erten Grabsteinen und einer arabesk verzierten Türbe für die Prinzessin Halime Hatun. Mit dem Boot geht es zur Klosterinsel Ahtamar. Die armenische Heiligkreuzkirche ist berühmt für ihren reichen Reliefschmuck an den Außenwänden mit Szenen aus dem Alten Testament und Heiligenfi guren (10. Jh.). Weiterfahrt nach Diyarbakır. 2 Übernachtungen in einem Hotel bei Diyarbakır
11. Tag: Diyarbakir Diyarbakır liegt auf einem dunklen Basaltplateau über dem Tigris. Besuch der Großen Moschee, die im 7. Jh. aus einer umgewandelten Kirche entstand, und einer schönen Karawanserei. Stadtrundgang entlang der gewaltigen, im 4. Jh. aus schwarzen Basaltblöcken erbauten Mauer um die orientalische Altstadt mit Zitadelle, Bastionen, Türmen und Stadttoren.. Besuch des Archäologischen Museums in einer alten Medrese mit Funden aus der Zeit der Hethiter und Assyrer bis zur osmanischen Epoche.
12. Tag: Arsameia, Nemrut Überquerung des Atatürk-Stausees auf einer Autofähre. Von Kahta aus Auffahrt auf den „Berg der Götter“, den 2150 m hohen Nemrut oberhalb des Euphrat, auf dem König Antiochos I. von Kommagene im 1. Jh. v. Chr. ein Monumentaldenkmal über seiner letzten Ruhestatt bauen ließ. Wir passieren die römische Brücke über den Cendere und besichtigen Felsreliefs im einst kommagenischen Arsameia am Nymphenfl uss. Aufstieg auf den Berggipfel, um dort den Sonnenuntergang zu erleben. 2 Übernachtungen in einem Hotel am Nemrut.
13. Tag: Nemrutgipfel Früh am Morgen steigen wir zur Bergspitze auf. Bald sind die gigantischen Reliefstelen der Götter des griechischen und persischen Pantheons und des vergöttlichten Herrschers auf den Kultterrassen erreicht: Ahura Mazda (Zeus), Mithras (Apollon), Artagenes (Herakles), Kommagene, die Schutzgöttin des Reichs, und ein in Stein gemeißeltes „Löwenhoroskop“. Ein herrlicher Ort, um den Sonnenaufgang zu erleben.
14. Tag: Gaziantep Fahrt nach Gaziantep, das am Fuß eines byzantinisch- seldschukischen Zitadellenhügels liegt. Am Nachmittag Besuch des Archäologischen Museums mit einer sehenswerten Sammlung von Reliefblöcken aus der späthethitischen Periode und einer Sphinx aus Basaltgestein. Einkaufs-Bummel durch den zauberhaften Basar in der Altstadt, besonders bekannt für die schönen Kupfer- und Messingarbeiten seiner Schmiede. Und die Küche von Gaziantep mit ihren süßen und scharfen Köstlichkeiten gehört sicher zu den kulinarischen Überraschungen der Reise. 1 Übernachtung in einem Hotel in Gaziantep
15. Tag: Rückflug ab Gaziantep Transfer zum Flughafen, Rückflug
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Aktuelles
Sicherheitshinweise:
Reisen in den Osten und Südosten des Landes sind mit einem erhöhten Risiko behaftet. Es kommt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften. Des Weiteren ist mit Behinderungen aufgrund von Straßenkontrollen und Militärbewegungen zu rechnen. Einige Gebiete in den Provinzen Siirt, Sirnak, Mardin und Hakkâri wurden zu zeitweiligen Sicherheitszonen und militärischem Sperrgebiet erklärt, deren Betreten bis auf Weiteres verboten ist. (AA 03.09.)
In Anbetracht Anschlagsdrohungen militanter Gruppierungen in allen Teilen des Landes muss von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden. Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich nach diversen Anschlägen gegen Militär- und Polizeieinrichtungen auf einem hohen Niveau. (AA 03.09.)
Hinweis: Bombenanschlag auf Öl-Pipeline im Südosten des Landes. Dabei kamen einige Menschen ums Leben oder wurden verletzt. (Reuters 11.08.)
Erdrutsch: Im Nordosten des Landes haben lang anhaltende Niederschläge Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Mehrere Menschen kamen ums Leben, einige wurden verletzt. Es wurde über mehrere Sachschäden berichtet. Besonders betroffen war die Schwarzmeer-Provinz Rize und insbesondere der Ort Gündogan. (Scinexx 27.08.)
Sicherheit
Allgemeine Sicherheitshinweise
Regional muss mit einer labilen Sicherheitslage gerechnet werden.
Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.
Nahrung:
Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!
Luft:
Smog in Ballungsräumen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Gesundheitswesen:
Qualitativ gute Gesundheitsversorgung ist nur in größeren Städten erreichbar: Reiseversicherung!
Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen.
Klima
Das Klima ist charakterisiert durch große Temperaturschwankungen zwischen den Regionen und Jahreszeiten. Die Küstengebiete haben mildere Winter und angenehm warme Sommer, im Landesinneren sind die Winter kälter und die Sommer heißer. Der Osten des Landes hat ein ausgesprochen kontinentales Klima mit heißen Sommern bis 40 °C und kalten Wintern bis -28 °C. Die Temperaturen in Ankara liegen im Januar zwischen -4 und 4 °C, im August bei 15 bis 31 °C. Die beste Reisezeit ist der Frühling und der Herbst. Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation ANKARA Höhe über NN in m: 902 Geographische Position: 32° 53’ E, 39° 57’ N
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
4,0
6,4
11,9
17,2
21,8
26,2
29,8
29,8
25,8
19,6
12,9
6,4
Temp. ø Min. (°C)
-3,5
-2,3
0,8
5,4
9,2
12,5
15,3
15,1
11,3
6,8
2,1
-0,8
Regentage
8
7
8
8
9
6
3
2
2
5
6
8
Niederschlag (mm)
47
36
36
48
55
37
14
12
19
27
33
49
Sonnenstunden ø
2,9
3,8
5,5
6,7
8,8
10,6
11,8
11,2
9,6
6,9
4,7
2,5
Wasser-Temp. ø (°C)
Klimabelastung*
--
--
--
--
--
--
h + t
h + t
--
--
--
--
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Voice of America (VOA), 330 Independence Avenue, SW, Washington, DC 20237 USA, E-mail: musicmix@voanews.com, www1.voanews.com/english/news/
Radio France Internationale (RFI), 104, Avenue du Président Kennedy, 75016 Paris, France, Tel. +33 / +1 / 5640 1212, Fax +33 / +1 / 5640 4759, www.rfi.fr
Kontaktadressen
Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:
Hauptanschrift der Deutschen Botschaft (Kanzlei): Almanya Federal Cumhuriyeti www.ankara.diplo.de
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Türkei entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 1500 kg. Durch einen freiwilligen Beitrag von 46 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen. Mehr dazu finden Sie unter
www.atmosfair.de