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Usbekistan - Auf der Seidenstraße: Bujuk Ipak Yo`li
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Usbekistan (Uzbekistan) vereinigt in sich zwei uralte Kulturtraditionen: die der Nomaden und jene, die an die Bujuk Ipak Yo’li – die Große Seidenstraße – geknüpft ist. Sie spiegeln die Geographie eines Landes, dessen Westen die Wüste beherrscht, während im Osten Städte liegen, deren klangvolle Namen aufragen wie die Gebirge in ihrem Dunstkreis. Von beiden Welten vermittelt die Reise ein umfassendes Bild. Das Herz der Tour bildet ein Kameltrek in die Kyzylkum-Wüste. Unterwegs treffen wir auf Halbnomaden, deren Leben in Vielem noch dem ihrer Vorfahren gleicht. Sinnbild dafür ist das Rundzelt, die Jurte, ein Wort, das im weiteren Sinne Heimat bedeutet und mehr meint als nur ein Dach über dem Kopf. Um das Kameltrekking herum gruppieren sich die Städtebesuche. Mit Tashkent (Taschkent), Samarkand, Bukhara (Buchara) und Khiva (Chiwa) sehen wir die einstigen Perlen der Seidenstraße, allesamt bedeutende Zentren einer Jahrtausende alten Handelskultur, deren Wesen der Austausch war. Der umfasste neben Waren aller Art – die heißbegehrte Seide war nur ein Handelsgut unter vielen – auch Ideen. Nicht umsonst zog das weltoffene und tolerante Klima dieser pulsierenden Metropolen Gelehrte und Dichter an, mit denen sich die jeweiligen Herrscher ebenso schmückten wie mit den prachtvoll dekorierten Mausoleen, Moscheen und Madaris, deren Schönheit wir heute mit staunenden Augen bewundern.
Für den zweitägigen Kameltrek ist keine Reiterfahrung notwendig, ein Proberitt gibt allen Mitreisenden die Möglichkeit, sich an die Tiere zu gewöhnen. Das Gepäck reist jeweils in einem Begleitfahrzeug oder auf einem Lasttier mit. Der dritte Wüstentag gibt Gelegenheit zum Baden im Aydarkul-See. Ein gewisses Durchhaltevermögen erfordern die mitunter langen Fahrstrecken.
1.-2. Tag: Anreise nach Tashkent Flug von Frankfurt nach Tashkent (Taschkent) und Ankunft dort am frühen Morgen. Nach einer angemessenen Ruhepause unternehmen wir einen Streifzug durch die Hauptstadt Usbekistans (Uzbekistan), deren Alltag bestimmt ist vom Brückenschlag zwischen Europa und dem Orient. Junge Leute in westlicher Designermode gehören hier ebenso zum Straßenbild wie verschleierte Frauen. Das Erbe der Sowjetzeit äußert sich auf den ersten Blick vor allem in der Architektur – nach einem schweren Erdbeben in den sechziger Jahren mussten große Teile der Stadt neu aufgebaut werden. Die Unabhängigkeit sorgt seit 1991 für bislang ungewohnte Akzente in Form moderner Glasbauten. Gleichzeitig zeigt etwa das Parlamentsgebäude eine Rückbesinnung auf traditionelle Kuppelkonstruktionen.
Bei unserer Erkundung der Stadt konzentrieren wir uns besonders auf die noch erhaltenen Bauwerke der Shaibaniden, einer Dynastie, deren verschiedene Zweige Jahrhunderte lang die Geschicke Uzbekistans bestimmten. In diese Zeit gehören etwa die Madrasah (Koranschule) Barak Khan und das einfache, ehemals jedoch reich verzierte Backsteinmausoleum des islamischen Gelehrten Abu Bakr Kaffal Shashi. In einem alten Adelshaus hat das Museum für Angewandte Kunst eine stilvolle Heimat gefunden. Dort begegnet uns das reichhaltige kunsthandwerkliche Repertoire Uzbekistans. An die Tradition eines jahrhundertealten Handelszentrums an der Großen Seidenstraße knüpft der städtische Basar an, überdacht von einer weitläufigen modernen Markthalle. Er liegt ganz in der Nähe der Metrostation Khorsu. Die erste Untergrundbahn Mittelasiens – erdbebensicher gebaut und mit aufwendig gestalteten Bahnhöfen, die in immer neuen Variationen das Thema Baumwolle illustrieren – ist längst selbst zu einer Sehenswürdigkeit geworden, die auch wir uns nicht entgehen lassen wollen, sofern sich die Möglichkeit zu einer Metrofahrt ergibt.
Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Samarkand, das wir gegen Abend erreichen. •
3.-4. Tag: Samarkand "Glanzvolles Antlitz der Erde" lautet der stolze Beiname Samarkands. Mehr als 2500 Jahre Geschichte machen es zu einer der ältesten Städte der Welt. Nirgendwo anders als hier nehmen die Märchen aus Tausendundeiner Nacht ihren Anfang. Samarkand, ehemals eine der glanzvollsten Stationen entlang der Großen Seidenstraße, blühendes Kultur- und Handelszentrum im Schnittpunkt der Karawanenwege, ist heute eine moderne Großstadt, die nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.
Den unbestrittenen architektonischen Höhepunkt bildet der Registan im Herzen Samarkands: Von Timur, dem Dshingis Khan (Dschingis Khan) des 14. Jahrhunderts, zum Handelszentrum seiner Reichshauptstadt erkoren und anschließend von seinem Sohn Ulugbek repräsentativ ausgebaut, wird der Platz gleich von drei reich verzierten und gewaltig großen Madaris (Koranschulen) flankiert. Sie schmückten den Mittelpunkt eines gigantischen Imperiums, das sich zeitweise vom Ganges bis zum Mittelmeer erstreckte. Kaum weniger prachtvoll sind die anderen Bauwerke, die auf unserem Weg liegen: das Gur Emir oder "Grab des Gebieters", in dem der als grausamer Eroberer gefürchtete und als verschwenderischer Bauherr gepriesene Timur begraben liegt; die Moschee Bibi Khanum, geschaffen von den fähigsten Architekten und Handwerkern des mittelalterlichen Orient und dennoch aufgrund ihrer kolossalen Ausmaße und wiederholter Erdbeben schon bald nach ihrer Fertigstellung in Teilen zusammengestürzt; die Sternwarte des Ulugbek, Ausdruck der hochkarätigen Wissenschaftstradition Samarkands; schließlich die Gräberstraße Shah-e-Sinda mit ihrem märchenhaften Dekor aus vielfarbigen Majolika-Fliesen.
Am nächsten Tag unternehmen wir einen Ausflug nach Shakhr-e Sabz (Shahr-e Sabs). Da der kürzere, aber landschaftlich auch viel schönere Weg über einen Pass für Busse gesperrt ist, mieten wir für diesen Tag lokale Fahrzeuge an. Die Geburtsstadt Timurs wird beherrscht von den mächtigen Ruinen des Ak Sarai, des Weißen Palastes, der eigentlich himmelblau war – sein Name hatte, wie so oft in Uzbekistan, symbolische Bedeutung und diente hier als Ehrentitel. Noch in ihrem Verfall zeugt die prächtige Sommerresidenz Timurs von ihren ehemals riesigen Ausmaßen.
Zurück in Samarkand, genießen wir am Abend landestypische Speisen in einem typisch uzbekischen Ambiente. •
5.-8. Tag: Kameltrek und Wüstenerlebnisse in der Kyzylkum Heute lassen wir die Welt der Handelsstädte hinter uns und wenden uns jener Wüste zu, die den bei weitem größten Teil des heutigen Staatsgebietes von Uzbekistan ausmacht: Kyzylkum (Kizilkum), das heißt roter Sand. Der ist allerdings – von einem gelegentlichen rötlichen Schimmern abgesehen – ebenso wenig rot, wie der Sand der weiter südlich gelegenen Karakum schwarz ist. Auch in diesem Fall tragen die Namen eher symbolischen Charakter.
Von Samarkand fahren wir nach Yangikazgan und weiter in ein benachbartes Jurtenlager, wo wir am Nachmittag die Kamelführer kennen lernen, die uns während der nächsten beiden Tage begleiten werden. Auch mit den Kamelen selbst können wir uns schon einmal anfreunden und bei einem Proberitt ein Gefühl für ihre Reiteigenschaften und unsere Reitkünste entwickeln. Die Nacht verbringen wir in der behaglichen Rundung einer traditionellen Filzdeckenjurte. Vielleicht trinken wir einen Kumys, ein belebendes Getränk aus vergorener Stutenmilch, mit dem sich die Steppenvölker Zentralasiens seit jeher stärken.
Am nächsten Morgen bricht unsere kleine Karawane auf in die Weite der Kyzylkum. Vor uns öffnet sich eine ausgedehnte, dürftig von Kameldornbüschen gekleidete Dünenlandschaft. Diese Wüste ist keineswegs vegetationslos. Immer wieder stoßen wir auf Gräser, Sträucher, Tamarisken und Sandakazien. Mit ihren sehr tiefen oder horizontal weitverzweigten Wurzelsystemen haben sie sich ideal an die extremen Klimabedingungen angepasst. Der insgesamt spärliche Regen fällt vor allem im Frühjahr. Dann verwandelt sich die Kyzylkum wie durch ein Wunder für kurze Zeit in einen wogenden Grasteppich, in unregelmäßigen Mustern geziert von knospenden Blättern und tiefroten Mohnblüten.
Die Vegetation, so dünn sie auch die meiste Zeit des Jahres sein mag, ermöglicht eine z. T. recht umfangreiche Viehhaltung. nach einer ersten Übernachtung an Salzseen, auf die wir mitten in der Wüste treffen, schlagen wir unser zweites Lager in der Nähe eines Nomadenlagers bzw. einer Schafszuchtstation auf und lernen so das hiesige Hirtenleben kennen, das jahrhundertealte Traditionen und moderne Aufzuchtmethoden vereint. Auch Kamelherden gibt es in dieser Region. Wundern Sie sich aber nicht, wenn die sich rar machen: Die Tiere sind wild und fast das ganze Jahr über auf der Weide. Nur im Februar und März treiben die Hirten sie zusammen, um ihnen das Fell zu schneiden. Die Kyzylkum war einer jener Nährböden für Karawanenführer, die in der Lage waren, die mörderischen Strapazen der Großen Seidenstraße zu überstehen und in endlosen sechs bis acht Jahren einen schwer beladenen Lastenzug ohne allzu große Verluste von China ans Mittelmeer und wieder zurück zu geleiten.
Unsere Route ist da wesentlich bescheidener. Dennoch bekommen wir einen lebendigen Eindruck von der Wüste und ihren Bewohnern. Am 8. Reisetag machen wir uns – nun wieder per Auto – zum Aydarkul-See (Aidarkul) auf, wo wir gern die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad nutzen, und fahren anschließend weiter nach Bukhara. •
9.-11. Tag: Bukhara und Khiva Mit unserer Ankunft in Bukhara (Buchara) am Nachmittag kehren wir zurück in die glanzvolle Zeit der Seidenstraße. Um die Stadt legt sich eine fruchtbare Oase aus, getränkt vom Wasser des Sarafshan. Der Ort lebt heute vor allem von der Baumwollverarbeitung.
Bukhara ist fast so alt wie Samarkand und war wie dieses schon vor mehr als 2000 Jahren ein wichtiges Kultur- und Handelszentrum. Hierher kamen nicht nur Kaufleute aus aller Welt, hier lebten auch berühmte Gelehrte und Dichter, darunter der islamische Philosoph und Arzt Ibn Sina alias Avicenna – seine Gesamtdarstellung der abendländischen Heilkunde, im 12. Jahrhundert geschrieben, blieb für ein halbes Jahrtausend grundlegendes Lehrbuch an den medizinischen Fakultäten Europas.
Die große Vergangenheit des Ortes kommt in einer Vielzahl architektonischer Zeugnisse zum Ausdruck. Wie einen Schatz hütet sie Bukhara innerhalb seiner alten Stadtmauern. Einen Tag lang nehmen wir uns Zeit, um die Zitadelle, die reichgeschmückten Moscheen und traditionsreichen Madaris anzuschauen. Eine dieser ehemaligen Koranschulen bildet am Ende den festlichen Rahmen unseres Abendessens.
Tags darauf fahren wir durch die Wüste weit nach Westen. Dort liegt Khiva (Chiwa ) inmitten der riesigen Oase Khoresm, heute ein dicht besiedeltes Gebiet mit intensiv betriebener Landwirtschaft, dessen Bewässerung nahezu die gesamte Wasserkapazität des großen Amu-Darja-Stromes in Anspruch nimmt. Wie ein unüberschaubarer Garten trennt die Oase die Rote Wüste Kyzylkum im Norden von der Schwarzen Wüste Karakum im Süden. Khiva selbst erweckt – mehr noch als Bukhara – den Eindruck einer Stadt, durch die gestern noch die schwer beladenen Karawanen der Seidenstraße zogen, auch wenn die vorbildlich restaurierte Altstadt mittlerweile eher einem Freilichtmuseum gleicht. Um so mehr wird der Weg vom westlichen Stadttor Ata Darwase zu seinem östlichen Gegenstück, dem Palwan Darwase, zum Gang durch ein steingewordenes orientalisches Märchen. Intensiv erkunden wir am 11. Tag die verwinkelten Gassen mit ihren einfachen Wohnhäusern aus ungebrannten Ziegeln und den vielen reichgeschmückten Moscheen, Madaris, Mausoleen und Palästen. Unser Abendessen nehmen wir anschließend in der Sommerresidenz des einst hier herrschenden Khans ein. •
12.-13. Tag: Tashkent und das Ende der Reise Der folgende Vormittag bietet noch einmal Gelegenheit zu einem individuellen Abschiedsrundgang durch Khiva. Am frühen Nachmittag fliegen wir nach Tashkent. Dort erwartet uns mit etwas Glück ein letzter Höhepunkt: eine Vorstellung im Navoy Opern&Ballett-Theater. Natürlich hängt das sehr vom jeweils aktuellen Spielplan des Hauses ab. Voraussichtlich wird sich erst vor Ort entscheiden, ob die Bühne an diesem Abend eine Vorstellung zeigt und ob Karten erhältlich sind. Fest steht, dass der Besuch der Oper ein ganz besonderes Erlebnis darstellt – als Teil der uzbekischen Gegenwartskultur ebenso wie aus architektonischen Gründen. Denn das Gebäude im Baustil der Stalinzeit ist vor allem im Inneren ein wahres Kleinod, ausgestattet mit kostbaren Marmorböden, aufwendig gestalteten Stuckpaneelen und kunstvollen Schnitzereien aus Holz und Alabaster. Später lassen wir den Abend bei einer traditionellen Mahlzeit in einer uzbekischen Familie ausklingen.
Am Morgen des 13. Tages Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland...
... oder Beginn der einwöchigen Anschlussreise im Farghanatal
Anforderungen Für den zweitägigen Kameltrek ist keine Reiterfahrung notwendig, ein Proberitt gibt allen Mitreisenden die Möglichkeit, sich an die Tiere zu gewöhnen. Das Gepäck reist jeweils in einem Begleitfahrzeug oder auf einem Lasttier mit. Der dritte Wüstentag gibt Gelegenheit zum Baden im Aydarkul-See. Ein gewisses Durchhaltevermögen erfordern die mitunter langen Fahrstrecken.
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Aktuelles
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Sicherheitshinweise
Örtlich muss mit einer labilen Sicherheitslage gerechnet werden.
Voice of America (VOA), 330 Independence Avenue, SW, Washington, DC 20237 USA, E-mail: musicmix@voanews.com, www1.voanews.com/english/news/
Radio France Internationale (RFI), 104, Avenue du Président Kennedy, 75016 Paris, France, Tel. +33 / +1 / 5640 1212, Fax +33 / +1 / 5640 4759, www.rfi.fr
Kontaktadressen
Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:
Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan: Embassy of the Federal Republic of Germany www.taschkent.diplo.de
Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten und Expeditionsküche
Vollpension während der gesamten Reise
alle Besichtigungen, Exkursionen und Eintritte gemäß Programm
uzbekische, Deutsch sprechende Städteguides
lokale Deutsch sprechende Reisebegleitung
Zusätzliche Leistungen
Preis in €
Einzelzimmer/-zeltzuschlag
115,-
Zug zum Flug innerdeutsch (2.Kl. inkl. ICE, innerdeutsch)
69,-
Nicht enthaltene Leistungen
Visum Usbekistan (ca. EUR 70,-)
evtl. Video- und Fotogebühren (ca. 5-10 EUR)
Trinkgelder und Ausgaben persönlicher Art
TeilnehmerInnen
Min. Teilnehmerzahl: 6
Max. Teilnehmerzahl: 12
Ihr atmosfair Beitrag
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Usbekistan entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 2740 kg. Durch einen freiwilligen Beitrag von 65 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen. Mehr dazu finden Sie unter
www.atmosfair.de
Für den zweitägigen Kameltrek ist keine Reiterfahrung notwendig, ein Proberitt gibt allen Mitreisenden die Möglichkeit, sich an die Tiere zu gewöhnen. Das Gepäck reist jeweils in einem Begleitfahrzeug oder auf einem Lasttier mit. Der dritte Wüstentag gibt Gelegenheit zum Baden im Aydarkul-See. Ein gewisses Durchhaltevermögen erfordern die mitunter langen Fahrstrecken.
Charakter der Reise: Kulturerlebnis mit leichten Wanderungen in sicherem Gelände, zahlreiche Kontakte mit der Bevölkerung