Erdbeben Geschichten: Frau Putale Sherpa und ihr Lama Guest House in Mangengoth

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View on the mountains from the Lama Guest House

Als wir im Lama Guest House in Mangengoth ankamen, wurden wir von einer älteren Dame empfangen. Ihr Name ist Frau Putali Sherpa, sie ist die Mutter von Mr. Pemba Sherpa, der Besitzer des Lama Guest House in Mangengoth. Schon bald nach unserer Ankunft fing sie an, uns ihre Geschichte über das Erdbeben von 2015 zu erzählen. Während des Erdbebens wurde sie von den

Frau Putali Sherpa in ihrem Haus in den Bergen Nepals

Trümmern des fallenden Gebäudes überdeckt.

Da einige Jahre zuvor bei ihr eine Augenkrankheit diagnostiziert wurde, ist ihr Sehvermögen stark beeinträchtigt. Der Staub, der durch das Erdbeben verursacht wurde, verschlimmerte ihre Krankheit noch. Sie wurde von einem Rettungshubschrauber gerettet und in das nächst gelegene Krankenhaus in Trishuli befördert. Leider hat sich am nächsten Tag ihre Lage verschlechtert. Ihr wurde mitgeteilt, dass sie in das Grande International Hospital in Kathmandu verlegt werden musste, da sie dort eine bessere medizinische Versorgung bekommen würde.

Frau Putali Sherpa erzählte uns, wie aufregend der Hubschrauberflug nach Kathmandu für sie war und dass sie sich vorstellte, wie es sich anfühlen würde, auf dem Dach des Krankenhauses zu landen.

Schon kurz nachdem im nächsten Krankenhaus ankam, stellte sie fest, dass das Erdbeben auch einen großen Schaden im Krankenhausgebäude angerichtet hatte. Außerdem fügte sie hinzu: „Ich habe gesehen, dass alle Gebäude samt Krankenhaus in der Umgebung beschädigt und zerstört waren. Dann war ich mir sicher, dass die Stadt kein sicherer Ort zum Unterkommen ist“. Sie dachte darüber nach, dass es sehr schwierig sein musste in der Stadt den fallenden Trümmern und Steinen von den Gebäuden zu entkommen. Es sei viel sicherer, wenn man sich weit weg von den Gebäuden aufhält, sowie sie es in ihrer Heimatstadt Mangengoth tat. Der Gedanke, dass ihr Zuhause von dem Erdeben komplett zerstört wurde und das Gefühl, dass Sie alles verloren hatte, ließen sie nicht los.

 

atmosfair Mitarbeiterin Johanna und Frau Putali Sherpa vor dem Lama Guest House in Mangengoth

Insgesamt sechs Monate brauchte Frau Putali Sherpa um sich zu erholen.

Bis heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Sohn in Mangengoth und unterstützt ihn und seine Frau mit der Instandhaltung der Lodge und der Betreuung der Gäste.