Hamburg, 28. Januar 2026 – Das forum anders reisen, Verband für nachhaltigen Tourismus, begrüßt die heute beschlossene Nationale Tourismusstrategie der Bundesregierung als wichtigen Orientierungsrahmen für eine wettbewerbsfähige und zukunftsgerichtete Tourismuswirtschaft. Positiv hervorzuheben sind insbesondere der Fokus auf mittelständische Strukturen, der Abbau bürokratischer Hemmnisse sowie die klare Anerkennung von Nachhaltigkeit als Bestandteil wirtschaftlicher Stärke.
„Die Strategie setzt ein starkes Signal für Wachstum, Qualität und Resilienz im Tourismus“, erklärt Petra Thomas, Geschäftsführerin des forum anders reisen. „Jetzt kommt es darauf an, die angelegten Ziele gemeinsam mit der Branche weiter auszugestalten – insbesondere dort, wo Mobilität, Klimaschutz und internationale Zusammenarbeit ineinandergreifen.“
Innereuropäische Mobilität: Zukunftsorientierte Lösungen systematisch mitdenken
Die Strategie betont zu Recht die Bedeutung leistungsfähiger Verkehrsverbindungen für Incoming- wie Outgoing-Tourismus und sieht Investitionen in Infrastruktur, Vernetzung und Digitalisierung vor. Aus Sicht des Verbandes bietet dies eine gute Grundlage, um innereuropäische Reiseverkehre künftig noch stärker klima- und ressourcenschonend auszurichten.
„Die angekündigten Investitionen in Schiene, ÖPNV, Vernetzung und digitale Buchbarkeit eröffnen große Chancen“, so Petra Thomas. „Sie könnten gezielt genutzt werden, um umweltfreundliche Reiseoptionen im europäischen Kontext attraktiver, einfacher und wettbewerbsfähiger zu machen.“ Der Verband regt an, den Ausbau grenzüberschreitender Bahn- und Nachtzugverbindungen stärker touristisch zu flankieren sowie integrierte europäische Buchungslösungen konsequent voranzutreiben. Dabei seien Nachhaltigkeitsaspekte künftig systematisch als Qualitätsmerkmal der Erreichbarkeit mitzudenken.
Outgoing-Tourismus: Verantwortung mit Marktstärke verbinden
Positiv bewertet der Verband, dass die Strategie den Outgoing-Tourismus als integralen Bestandteil der Tourismuswirtschaft anerkennt und die Bedeutung der in Deutschland ansässigen Reisewirtschaft hervorhebt. Darin sieht das forum anders reisen eine gute Ausgangsbasis, um Deutschlands Rolle als einer der größten europäischen Quellmärkte verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
„Die Marktstärke der deutschen Reisewirtschaft bietet die Chance, Nachhaltigkeit international als Qualitäts- und Wettbewerbsfaktor zu etablieren“, erklärt die Geschäftsführerin und spricht sich dafür aus sowohl bestehende Initiativen zur CO₂-Transparenz und zu einheitlichen Bemessungsstandards weiter auszubauen als auch emissionsärmere Mobilitätsoptionen im Outgoing-Markt stärker sichtbar zu machen. Dabei gilt es zugleich den Dialog mit europäischen Partnerdestinationen zur Tourismusbalance weiter zu intensivieren.
Zukunftsfähigkeit gemeinsam operationalisieren
Die Nationale Tourismusstrategie versteht Nachhaltigkeit als Querschnittsthema und betont ausdrücklich die Notwendigkeit ausgewogener Mobilitätslösungen sowie resilienter Destinationen. Der Verband forum anders reisen regt an, diesen Ansatz im weiteren Umsetzungsprozess gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft weiter zu konkretisieren – etwa durch freiwillige Zielsysteme, Indikatoren und einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch.
„Die Strategie lädt ausdrücklich zur Mitwirkung ein“, so Petra Thomas abschließend. „Diesen Dialog möchten wir konstruktiv nutzen, um Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und gesellschaftliche Akzeptanz des Tourismus langfristig zusammenzuführen.“
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