„Ein Tag – ein Baum“ in Nepal: Hauser Exkursionen leistet Beitrag zum Naturschutz
Die Umwelt schützen, verantwortungsvoll reisen: zwei wichtige Säulen von Hauser Exkursionen. Ab 2026 pflanzt der Veranstalter für jeden Trekkingtag, den ein Gast in Nepal verbringt, einen Baum im Hochgebirge. Somit tragen alle Nepal-Gäste des Veranstalters zum Schutz der Naturvielfalt und des Klimas bei und helfen, der Erosion entgegenzuwirken und die Lebensgrundlagen der Bergbevölkerung zu erhalten. Was genau hinter dem Wiederaufforstungsprojekt „Ein Tag – ein Baum“ steckt, wie es entstanden ist und welche Ziele Hauser Exkursionen damit verfolgt, erklärt CSR-Managerin Kim Ascher im Interview in diesem Blogbeitrag.
Wie ist es zu dem Projekt gekommen?
Kim Ascher: „Unser Geschäftsführer Manfred Häupl war im Jahr 2010 mit einer Trekkinggruppe im Khumbugebiet. Begleitet wurden sie von einem Ranger, der ihm die aktuellen Wiederaufforstungen zeigte. Der Ranger berichtete, dass das Projekt zum Ende des Jahres nicht mehr finanziert wird und sie wohl die Arbeit einstellen müssen. Daraus entstand die Initiative, die Aufforstung über Hauser fortzuführen und es wurde beschlossen, diese unmittelbar mit den Trekkinggruppen und Gästen zu verbinden. Die Idee des Konzeptes „Ein Tag – Ein Baum“ entstand und Hauser initiierte das erste Aufforstungsgebiet bei Khumjung. Bald stellte sich heraus, dass es mehr direkte Verantwortung vor Ort braucht. So ergab sich eine Zusammenarbeit mit der im Jahr 2012 registrierten NGO ‚The Partners Nepal‘, die das Projekt seitdem vor Ort umsetzen. Inzwischen kann das Projekt auf weltweite Unterstützer zählen“.
Warum liegt Hauser Exkursionen dieses Projekt so am Herzen?
„Alpine Lebensräume sind besonders sensibel und haben keine große Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse. Unregulierter Tourismus, Überweidung, Abholzung, wenig Bewusstsein für Naturschutz und globale Erwärmung sind eine große Belastungsprobe für die Ökosysteme und machen sie anfällig. Durch kaputte Ökosysteme wird wiederum die Lebensgrundlage der Bergbevölkerung bedroht. Unser langfristiges Ziel ist es, mit dem Wiederaufforstungsprojekt die entstandenen Schäden zu mildern“.
Was wird genau gepflanzt?
„Gepflanzt werden resistente, einheimische Bäume und Sträucher. Dazu zählt die Weißtanne, auch bekannt als Himalaya-Tanne. Ein immergrüner Nadelbaum, der in Höhen von bis zu 4.200 Metern wächst, in dieser Region heimisch ist und eine wichtige Rolle für die Artenvielfalt der Himalaya-Wälder spielt. In hohen Lagen zwischen 2.500 und 4.000 Metern gedeihen auch Rhododendron sowie Wacholder. Letzterer wird für religiöse Zeremonien und traditionellen Praktiken verwendet, seine Blätter werden von den Sherpas häufig als Räucherwerk verbrannt.“
Die Einbindung der lokalen Bevölkerung ist Hauser Exkursionen dabei sehr wichtig. Wie sieht diese genau aus?
„Gemeinsam mit lokalen Gemeinden und in enger Zusammenarbeit mit den Nationalparks Sagarmatha und Langtang geht es darum, die Lebensräume wiederherzustellen und zu erhalten. Dabei schulen wir die lokale Bevölkerung, damit eine eigenständige Pflanzung möglich ist und stärken damit auch das Wissen und Umweltbewusstsein vor Ort. Die aktive Beteiligung ist entscheidend für die Nachhaltigkeit und fördert die gemeinsame Verantwortung und die wirksame Pflege der geschützten Gebiete. Die Einbindung hilft zudem, Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen, erleichtert eine reibungslosere Projektdurchführung und fördert die öffentliche Unterstützung durch Sensibilisierung und Aufklärung. Wichtig ist uns die regelmäßige Kommunikation, um Transparenz, Akzeptanz und Austausch zu gewährleisten“.
Auch ein Buchprojekt ist dadurch entstanden…
„Das Buch heißt ‘A Global Warming and its Effects in the Himalayas“. Es erklärt Kindern den Klimawandel mit Bezug zum Himalaya und wird an Grund- und Mittelschulen in Solukhumbu, Langtang, Pokhara, Syanja und im Kathmandu Valley verteilt. Inzwischen haben wir 1.000 Stück produziert und freuen uns über eine große Nachfrage.“
Wer ist Euer Kooperationspartner vor Ort?
„Wir kooperieren vor Ort mit ‚The Partners Nepal‘ (TPN). Die NGO wurde 2012 von Experten im Umgang mit Bergökosystemen und Schutzgebieten gegründet, die den Schutz von natürlichem und kulturellem Erbe und die Wiederherstellung von fragilen Ökosystemen zum Ziel haben. Ihr Fokus liegt auf abgelegenen, ländlichen Arealen und das Projekt beruht hauptsächlich auf der Arbeit mit Ehrenamtlichen.“
Wie sieht es mit den Gästen von Hauser Exkursionen aus. Können sie die Wiederaufforstungen auf ihren Nepal-Reisen erleben?
„Auf vielen Trekkingrouten im Everest- und Langtang-Gebiet, zum Beispiel auf dem „Gokyo Lodge-Trek“ oder dem „Lodge-Trekking im Langtang-Tal“ , kommen Hauser-Gäste an den Pflanzarealen vorbei und können sich selbst ein Bild von den Fortschritten machen. Da die ideale Pflanzzeit in der Monsunzeit liegt, inder wir keine Reisen in die Gegend durchführen, können die Gäste leider nicht selbst an den Pflanzaktionen teilnehmen“.
Über Hauser Exkursionen
Seit 1973 erkunden Outdoor-Begeisterte mit Hauser Exkursionen Landschaften und Kulturen rund um den Erdball. Bei jeder der 350 Touren in über 80 Länder steht der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur im Vordergrund. So lebt der deutsche Slow-Trekking-Marktführer diese Philosophie wie kaum ein anderer Anbieter. Langjährige Partnerschaften vor Ort, familiengeführte Unterkünfte mit regionaler Küche sowie die Ausbildung lokaler Guides zu Hauser-Reiseleiterinnen und -Reiseleitern bilden den Grundstein für ein Erlebnis, das sich vom industriell geprägten Tourismus abhebt.
Bilder:
© Hauser Exkursionen


