Drei Segelboore dicht nebeneinander in der Nähe vom Ufer.

Blog

Ein Segelboot in einer Bucht mit glänzend blauen Wasser. Rechts vom Boot macht jemand standuppadling.

Eine Woche auf dem Wasser – unterwegs rund um Pula

Raus aus der Komfortzone: Meine erste Soloreise

Im Juli 2025 habe ich mich dazu entschieden, meine Komfortzone zu verlassen und meine erste Soloreise anzutreten – und gleichzeitig das erste Mal segeln zu gehen.

Meine Reise begann nicht erst auf dem Segelboot, sondern schon mit der Anreise. Von Stuttgart aus konnte ich ganz bequem mit dem Flixbus nach Pula fahren. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich wäre nicht aufgeregt gewesen.

Ankommen in Pula: Aus Fremden wird Crew

Gegen Mittag kam ich an der Marina an, wo ich meine Crew und unsere Skipperin in einem Café traf. Wir tranken Kaffee und aßen Kirschkuchen, die Stimmung war entspannt und direkt sehr freundschaftlich. Mir fiel sofort ein Stein vom Herzen. Wir lernten uns kennen und regelten noch ein paar organisatorische Dinge wie den gemeinsamen Einkauf, bevor wir das Boot bezogen.

Am Abend gingen wir in ein kroatisches Restaurant im Hafen. Es gab frischen Fisch und Wein. Mit meiner Crew machte es direkt Klick. Schon nach wenigen Stunden hatten wir die ersten Insider zusammen. Ich wusste also bereits am ersten Abend: Diese Reise wird etwas ganz Besonderes werden.

Eine Woche wie im Bilderbuch

In der darauffolgenden Woche hatten wir die Zeit unseres Lebens. Wir standen früh auf, um den Sonnenaufgang über dem Meer zu sehen. Wir badeten in paradiesischen, kristallklaren und oft einsamen Buchten, schnorchelten und erkundeten die Unterwasserwelt.

Wir führten tiefgründige Gespräche über Gott und die Welt, erkundeten urige Hafenorte entlang der istrischen Küste und schliefen abends unter dem Sternenhimmel wieder ein.

Mit der Segelcrew den orangenen Sonnenaufgang betrachten.
Magische Begegnungen auf dem Meer

Ein ganz besonderer Moment während unseres Törns war, als uns Delfine bestimmt 20 Minuten lang begleiteten. Ich hatte zuvor noch nie Delfine in freier Wildbahn gesehen. Es war still an Bord, niemand wollte diesen Moment durch Worte stören. Es war einfach magisch.

Es blieb nicht bei den Delfinen. Beim Schnorcheln hatten wir das große Glück, mehrere Riesenschildkröten zu sehen. Ein anderes Mal machten wir einen Badestopp in einer Bucht, in der man von Felsen springen konnte. Mit dem Dinghi fuhren wir an Land, kletterten die Felsen hinauf und sprangen ins glasklare Wasser. Mein Adrenalin- und Dopaminhaushalt war nach dieser Woche definitiv aufgefüllt.

Auf dem Bug eines Segelschiffes sitzen zwei Frauen in der Sonne.
Entschleunigung zwischen Wind und Wellen

Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – bin ich in dieser Woche so heruntergekommen wie lange nicht mehr. Ich bin normalerweise ständig unter Strom, mache gefühlt hundert Dinge gleichzeitig.

Auf dem Segelboot konnte ich abschalten und loslassen. Mich zwischen Segelsetzen und Badepausen auch einfach mal langweilen. Ein Buch in die Hand nehmen, mich an Deck setzen und die Sonne auf der Haut spüren, während im Hintergrund nur das Wellenrauschen zu hören ist.

Learning by Doing: Meine ersten Schritte als Segler

Neben all den Freizeitmomenten haben wir natürlich auch etwas über das Segeln gelernt. Unsere Skipperin Nadine hat uns Stück für Stück mitgenommen, ohne Druck, ohne Theorie-Overload, ganz nach dem Motto: Learning by doing. Selbst als kompletter Segelneuling wurde man an die Hand genommen und durfte direkt mit anpacken.

Nach dieser Woche konnte ich die wichtigsten Basic-Knoten knüpfen, beim Segelsetzen helfen, Leinen sauber führen, bei Manövern mitarbeiten und stand sogar einige Male selbst am Steuer. Dieses Gefühl, das Ruder in der Hand zu halten, während das Boot durch das Wasser gleitet, werde ich so schnell nicht vergessen.

Mehr als nur ein Urlaub: Wenn Fremde zu Freunden werden

Eine ganze Woche verbrachte ich mit Fremden auf einer Segelyacht. Fremde, die zu einer Crew wurden – und eine Crew, die zu Freunden wurden. Man teilt nicht nur das Deck, sondern auch Sonnenaufgänge, Salzwasser im Gesicht, kleine Krisen im Wind, Lachanfälle beim Kochen unter Deck und abendliche Gespräche unter dem Sternenhimmel.

Also ja: Pula und die istrische Küste sind wunderschön – die Mischung aus türkisfarbenem Wasser, kleinen Hafenorten und wilder Natur macht diesen Ort besonders. Aber was das Segeln wirklich unvergesslich macht, sind die Verbindungen, die auf dem Wasser entstehen.

Vor dem Sonnenuntergang posen fünf Silhouetten neben dem Segel.
Lust bekommen?

Mehr über unsere Segeltörns rund um Pula und andere Destinationen findet ihr auf der Website: 🔗 www.sailwithus.de

Bilder und Text:

© sailwithus

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipisicing elit sed.

Follow us on