Kurze Wege, lange Auszeit – Bis gleich, DeinNRW!
Die nächste entspannte Auszeit ist gar nicht weit. Wer Nordrhein-Westfalen als Reiseziel wählt, spart Zeit bei An- und Abreise, profitiert von kurzen Wegen innerhalb des Landes – und gewinnt so mehr Zeit für schöne Erlebnisse vor Ort. Davon erzählen Menschen, die uns auf ihre ganz unterschiedlichen Reisen mitnehmen. Es geht ums Rauskommen, Wiedersehen und Durchatmen. Um Orte, die überraschen, und Augenblicke, die eine Reise unvergesslich machen. Die Beispiele zeigen, wie nah hier Stadt, Natur, Geschichte, Genuss und echte Begegnungen beieinanderliegen – und wie die Entscheidung, länger zu bleiben, aus einem Geschäftstermin einen entspannten Reisetag oder aus einem Tagesausflug eine kleine Reise macht. Klingt verlockend, oder? Wir sagen: Bis gleich, DeinNRW!
Der Niederrhein zum Beispiel hält mit seinen Ausflugszielen nicht hinterm Berg – schon deshalb, weil es hier kaum Berge gibt. Die flache Landschaft hat viele sehenswerte Höhepunkte zu bieten und ist deshalb wie gemacht für spontane Radtouren jeder Art: Die NiederRheinroute mit über 2.000 Kilometern Radkilometern lädt unterwegs zu immer neuen Abstechern ein. So radelt Lukasz durch Auen, Wiesen und Felder, über Deiche und Alleenwege, ganz nach Lust und Laune. Und immer der Nase nach: Wenn unterwegs der Duft von frischem Kaffee und selbst gebackenem Kuchen aus einem Hofcafé herüberzieht, steht der nächste Abstecher fest.
Ausleihen und aufsteigen: Radfahren am Niederrhein
Ein grünes NiederrheinRad, ein gut ausgeschildertes Wegesystem und Lust auf Spontanität: Mehr braucht Lukasz nicht für ein Gefühl von Freiheit. Er entscheidet nicht schon morgens am Frühstückstisch, wie weit die Tour geht, sondern unterwegs – je nach Wetter, Laune und der nächsten Abzweigung. Vielleicht fährt er durch die Auenlandschaft der Bislicher Insel oder durch hübsche Städtchen wie Kalkar und Xanten. Die weite Landschaft macht es ihm leicht, dem eigenen Rhythmus zu folgen.
Als am Abend die Sonne tiefer sinkt, macht Lukasz es sich in einem familiengeführten Landhotel bequem – Fahrradgarage und veganes Restaurant inklusive. Am nächsten Morgen geht es weiter, wieder ohne Eile und mit viel Raum für neue Abzweigungen.

Gemeinsam unterwegs, zu Fuß oder per Rad
Auch andere Geschichten zeigen, wie nah in NRW alles beieinanderliegt – und wie nah sich Menschen auf einer Reise kommen. Nicht nur das Ziel zählt, sondern auch die Erlebnisse auf dem Weg dorthin. Ob mit dem Rad oder zu Fuß: Ruhige Pausenorte, Einkehrmöglichkeiten mit regionalen Köstlichkeiten und echte Begegnungen machen aus einzelnen Etappen bleibende Erinnerungen.
Miri und Pina zum Beispiel nehmen den Regionalzug nach Blankenheim und wandern fünf Tage durch die Eifel. Auf dem Eifelsteig bleibt Zeit für lange Gespräche, für Pausen am Wasser und für Ausblicke, bei denen die beiden nicht sofort weitergehen. Immer wieder legen sie eine Rast ein, weil das Licht gerade so schön ist, weil ein Tier ihren Pfad kreuzt oder weil der Blick über die Landschaft sie einfach stehen bleiben lässt.
Am Urftsee teilen sie Proviant, machen Fotos und reden weiter. Zwischen weiten Blicken holen sie nach, was im Alltag oft fehlt: Zeit ohne Eile. Fünf Tage, in denen ihre Freundschaft wieder Raum bekommt – für Fotos, Gespräche, Ausblicke und diesen seltenen Luxus, einfach gemeinsam unterwegs zu sein. Am Ende jeder Tagesetappe warten ein gemeinsames Abendessen, ein gemütliches Quartier und die Vorfreude auf den nächsten Morgen. So wächst das Gefühl von Verbundenheit Schritt für Schritt und Tag für Tag.
Aus einem Geschäftstermin wird eine kleine Reise
Nicht jede Reise beginnt mit einem Urlaub. Manchmal ist der Anlass ein geschäftlicher Termin. Eine Runde auf dem Rad gibt einem solchen Arbeitstag eine ganz neue Richtung: Eben noch im Konferenzraum konzentriert einer Präsentation gelauscht, jetzt wird kräftig in die Pedale getreten. Per App hat sich Mila ein Leihrad genommen und fährt aus der Stadt heraus, immer dem Rhein nach, den Blick aufs Wasser gerichtet. Die Route verbindet genau das, was auf Geschäftsreisen oft zu kurz kommt: Bewegung, frische Luft und schöne Momente ganz für sich. Je länger die Beine in Bewegung sind, desto freier wird der Kopf.
Mila zieht es ans Wasser. An Kunstmuseen und ehemaligen Regierungsbauten vorbei geht es in die Rheinaue. Hier wird es grüner, weiter, ruhiger. Königswinter, Schloss Drachenburg und der Drachenfels wären vielleicht auch noch erreichbar – oder lieber morgen, nach einer zusätzlichen Nacht.
Als der Tag zu Ende geht, ist Mila wieder zurück in der Stadt. Während die Sonne immer tiefer sinkt, macht sie es umgekehrt und steigt hinauf aufs Dach. Mit einem kühlen Getränk in der Hand schaut sie dem Sonnenuntergang zu und freut sich auf den nächsten Tag. Wohin es dann geht? Rheinaufwärts oder lieber noch einmal durch die Rheinaue – genau weiß sie es noch nicht. Fest steht jedoch: Am nächsten Tag macht sie einfach dort weiter, wo heute die Sonne untergegangen ist. Unkompliziert losfahren, unterwegs abschalten und entspannt zurückkommen.
Wo Wasser wohltut: Quellort Brilon
Auch Erholung kann ganz nah beginnen. Umgeben von Bäumen, durch deren dichte Kronen hier und da die Sonne scheint, tastet Sandra sich mit bloßen Füßen voran – und lässt den Alltag Schritt für Schritt hinter sich. Wald und Wasser wirken wie natürliche Beruhigungsmittel – und von beiden hat das Sauerland reichlich zu bieten.
Im Kurpark von Brilon, am Schmallah-Stausee und besonders an den Almequellen ist Wasser nicht nur Teil einer idyllischen Kulisse. Es kühlt, bringt Klarheit in die Gedanken und Ruhe in den Körper. Die Almequellen beeindrucken Sandra besonders. Im größten Quellgebiet des Sauerlands sprudelt es überall: Aus über 100 Quellen tritt glasklares Wasser aus dem Boden. Der Blick auf seine gleichmäßige Bewegung entspannt, das Eintauchen von Händen und Füßen erfrischt, ein paar Schlucke kalten, klaren Wassers sind eine Wohltat.
Auch im Briloner Kurpark sorgt quellfrisches Wasser für angenehme Erfrischung: Die Kneippbecken werden von der nahe gelegenen Möhnequelle gespeist. Wer hier Hände und Füße kühlt, erlebt die belebende Kälte des Wassers unmittelbar. Auch das bewusste Hören des Plätscherns wird Teil der Auszeit. Mit dem Wassergeräusch im Ohr liegt Sandra im Gras und genießt einen Moment voller Ruhe und innerer Ausgeglichenheit.

Was von einer Reise bleibt
Mal beginnt die Auszeit mit einem Leihrad am Niederrhein, mal mit einer Bahnfahrt in die Eifel, mit der Verlängerung einer Geschäftsreise um einen freien Tag oder barfuß an den Quellen des Sauerlands. Verbunden sind diese Reisen durch eine einfache Entscheidung: sich Zeit zu nehmen. Zeit für die Landschaft, für regionale Küche, für Bewegung und für Menschen. So wird aus einem kurzen Stopp eine Begegnung, aus einem Tagesausflug eine Mehrtagestour und aus einem nahen Ziel eine Reise, die lange in Erinnerung bleibt.
Text:
© Tourismus NRW
Bilder:
© Molle & Korn, Henri Schade
© Molle & Korn, Lukasz Kus



