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Der Weg zu einer wirklich nachhaltigen und klimafreundlichen Safari

Slow Travel & öffentliche Verkehrsmittel: Mit Zug, Schiff, Bus und Geländewagen durch Ostafrika

Bernd Pfleger, Biologe und Gründer von „Experience Wilderness“ erzählt, wie er mit seiner neuen Kleingruppenreise die dringend benötigte Revolution im Safari-Tourismus anstößt:

Das Abenteuer deines Lebens & die umweltfreundlichste Safari Afrikas

Ich werde nie vergessen, wie ich vor ein paar Jahren meinen ökologischen Fußabdruck berechnete. Das Ergebnis war ein Schock: Obwohl ich sehr umweltbewusst lebe, war mein mobilitätsbedingter CO₂-Ausstoß allein durch den jährlichen Flug zu meinen Reiseleitungen nach Afrika viermal so groß wie der eines durchschnittlichen Mitteleuropäers!

Mir wurde schmerzlich bewusst, wie extrem klimaschädlich das Fliegen ist. Laut dem österreichischen Umweltbundesamt ist Fliegen mindestens 25-mal so klimaschädlich wie Bahnfahren. Selbst wer sehr umweltfreundlich lebt, darf nur etwa eine Stunde im Jahr fliegen, um ein naturverträgliches Maß einzuhalten.

Deshalb sind auch die derzeitigen Öko-Fernreisen per Flugzeug so nicht zukunftsfähig. So ökologisch können Touren vor Ort gar nicht sein, dass sie die negativen Auswirkungen der Fluganreise nur annähernd kompensieren könnten.

Das Dilemma: Umweltschutz versus Naturschutz

Gleichzeitig liebe ich Afrika. Und ich bin überzeugt: Eine gut gemachte Safari ist eine unfassbar tolle, einzigartige und prägende Erfahrung. Diese sollte jeder Mensch einmal machen dürfen.

Außerdem ist es unbedingt notwendig, dass Ökotourist:innen afrikanische Schutzgebiete besuchen. Nur so bleiben diese einzigartigen Wildnisgebiete mit ihrer immensen Artenvielfalt erhalten. Ohne den wirtschaftlichen Wert des Ökotourismus würde beispielsweise ein lokaler Bauer den Löwen töten, der seine Rinder gefährdet. Arbeitet jedoch sein Bruder als Ranger oder Koch im Nationalpark, bekommt der Löwe einen Wert für die lokale Bevölkerung – und wird geschützt.

So entstand die Frage, die mich jahrelang beschäftigte: Wie kann ich eine Safari entwickeln, die sowohl zukunftsfähig, aber auch machbar und spannend ist?

Jahre des Tüftelns – und die grüne Safari-Revolution

Ich nutzte meine große Erfahrung in Afrika und im Sanften Tourismus und tüftelte. Mit der „Great African Journey“ – einer einzigartigen Öko-Safari durch Kenia, Tansania, Sansibar und Sambia – habe ich nun eine Lösung gefunden: Die klimafreundlichste und emissionsärmste Safari, die von Mitteleuropa aus möglich ist – vor allem dank einer möglichst nachhaltigen Anreise.

Das langfristige Ziel ist eine Rundreise komplett ohne Flug. Da dies aufgrund der Sicherheitslage im Sudan, Süd-Sudan und Äthiopien derzeit leider nicht möglich ist, und auch Ägypten nur mehr mit dem Flugzeug erreichbar ist, haben wir die nächstbeste Lösung gewählt: In Europa fahren wir mit dem Nachtzug so weit wie möglich nach Süden. Nach Rom. Es folgt ein so kurzer, umweltfreundlicher und direkter Flug wie möglich mit modernen Flugzeugen.

Vor Ort in Ostafrika nutzen wir ausschließlich Züge, Busse, Schiffe und Geländewagen und verzichten auf Inlandsflüge und unnötigen Luxus.

So sparen wir durch diese flugreduzierte, CO₂-arme Reiseform etwa 450-750 kg CO₂ pro Person ein – das ist ein Drittel bis die Hälfte eines klimaverträglichen Jahresbudgets! Und das Beste: Diese Art zu reisen ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch viel authentischer und abenteuerlicher.

Slow Travel: 4 Wochen Auszeit, 4 Länder – weit abseits der Touristenpfade

Die Great African Journey ist keine gewöhnliche Safari, bei der man hinfliegt, ein paar Tage Tiere schaut und wieder nach Hause fliegt. Hier ist der Weg das Ziel – Slow Travel in Reinform.

Wir bereisen Afrika, wie die Einheimischen es tun. Vier Wochen lang. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Zug, Bus und Schiff sowie mit dem Geländewagen. Wir dringen tief in die größten Wildnisgebiete vor, erkunden sie zu Fuß und mit dem Boot – wie die alten Entdecker.

Wir campen fernab jeglicher Zivilisation, während in der Ferne die Löwen brüllen und wir am Lagerfeuer spannenden Geschichten lauschen. Die wir am nächsten Tag vielleicht selbst erleben. Zwischendurch genießen wir den Komfort schöner Lodges. Um dann wieder abseits der Touristenpfade das wahre Afrika zu entdecken.

Die Route im Überblick:

Kenia: Wilde Ursprünglichkeit

Im Tsavo West Nationalpark – Kenias wildestem Schutzgebiet – erleben wir Ostafrika in seiner ursprünglichsten Form.

Tansania: Im größten Nationalpark Afrikas

Im Nyerere Nationalpark erkunden wir mit einem lokalen Massai eines der bedeutendsten Wildnisgebiete der Erde – ein Hotspot der Biodiversität Afrikas. Auf Pirschfahrten, Walks und Bootstouren begegnen wir Elefanten, Flusspferden und unzähligen anderen Arten.

Sambia: Das Herzstück der Abenteuerreise

Das Luangwatal ist der aufregendste Flecken Erde, den ich kenne. Hier sind wir auch zu Fuß in der Wildnis unterwegs – ein Privileg, das nur wenige erleben. Im Kasanka Nationalpark erwartet uns dann das spektakulärste Naturschauspiel, das ich je gesehen habe: Eine Million Flughunde, die den Himmel schwarz färben, wenn sie sich in die Luft erheben.

Sansibar: Entspannung und Unterwasserwelten

Als krönenden Abschluss genießen wir die Trauminsel Sansibar mit ihren paradiesischen Stränden und schnorcheln im Mnemba-Atoll, wo uns bunte Korallenriffe und Fischschwärme verzaubern.

Als Biologe ist mir zudem wichtig, diese faszinierenden Ökosysteme zwar spannend, aber dennoch wissenschaftlich fundiert zu erklären. Damit wir verstehen, warum wir uns für den Erhalt dieser einzigartigen Wildnisgebiete einsetzen müssen.

Mehr als Safari: Echte Begegnungen und verantwortungsvoller Tourismus

Im Gegensatz zu klassischen Safaris lernen wir bei dieser Rundreise auch Land und Leute tatsächlich kennen. Wir nutzen z.B. öffentliche Verkehrsmittel und kaufen auf lokalen Märkten ein. Tauschen uns während der Zugreisen im Speisewagen mit den Einheimischen aus. Das ist kein oberflächlicher „Cultural Village“-Besuch, sondern echte Begegnung auf Augenhöhe – Fair und respektvoll, mit Fokus auf lokale Wertschöpfung.

Als exklusiver Reisepartner des WWF Österreich unterstützen wir zudem Naturschutzprojekte des WWF. Mit jedem Reiseteilnehmer fliest auch ein Beitrag direkt in den Schutz der Wildnis.

Aufgrund der komplexen Logistik und der besonders spannenden Routenführung ist diese exklusive Kleingruppen-Safari auf maximal sieben Teilnehmer:innen begrenzt. Diese Exklusivität ermöglicht es uns, wirklich authentische Begegnungen mit der Wildnis und der lokalen Bevölkerung abseits der klassischen Touristenrouten zu schaffen, aber auch die Sicherheit zu gewährleisten und die Natur nicht zu überfordern. Und es schafft auch eine besondere Gemeinschaft: Menschen, die ähnliche Werte teilen, sind vier Wochen gemeinsam unterwegs – daraus entstehen oft Freundschaften fürs Leben.

Die Pilotreise: Von der Vision zur Realität

Die erste Durchführung 2024 war eine echte Bewährungsprobe. Doch sie hat alle Erwartungen übertroffen! Eine Teilnehmerin kommentierte: „Die beste Entscheidung meines Lebens!“

Natürlich gab es auch Herausforderungen – nicht umsonst nenne ich es eine Afrika-Expedition. Zugverspätungen in Afrika, spontane Routenänderungen, unerwartete Begegnungen. Aber genau das machte es aus. Das ist das echte Afrika, nicht die steril organisierte Luxus-Safari.

Wichtig: Diese Tour ist keine Luxusreise. Neben schönen Lodges übernachten wir auch in einfachen Zelten mitten in der Wildnis, manchmal ohne Dusche. Das ist wahres Digital Detox. Wir packen gemeinsam mit an beim Campaufbau. Wir fahren stundenlang auf holprigen Pisten. Das erfordert hohe Flexibilität, Teamgeist und die Bereitschaft zum Komfortverzicht.
Aber wer das mag, wird mit Erlebnissen belohnt, die unbezahlbar sind.

Warum diese Abenteuerreise die Zukunft des Fernreisens ist

Fernreisen müssen wieder etwas Besonderes werden. Etwas, das man nicht jedes Jahr macht, sondern vielleicht alle 10 Jahre. Dafür aber richtig. Bewusst und verantwortungsvoll reisen. Mit Zeit, mit Tiefe, mit Respekt vor dem Klima und den Menschen vor Ort.

Die Great African Journey ist genau das: Eine Abenteuerreise durch Afrika, die vier Wochen dauert und ein Leben lang anhält. Eine transformative Erfahrung, die nicht nur Erinnerungen schafft, sondern auch etwas in einem verändert.

Diese Öko-Safari zeigt, dass nachhaltiges, CO₂-armes Reisen nicht Verzicht bedeutet, sondern Gewinn. Gewinn an Erfahrungen, an Begegnungen, an Erkenntnissen.

Praktische Informationen

Termine:

  • 13. Oktober – 10. November 2026
  • 19. Oktober – 16. November 2027

Gruppengröße: Maximal 7 Teilnehmer:innen

Preis: ab 8.575 Euro pro Person

Im Preis enthalten ist ein vierwöchiges Vollprogramm, wo alles organisiert ist – von der Bahnfahrt ab Wien/München/Zürich bis zur deutschsprachigen Reiseleitung durch mich persönlich.

Voraussetzungen:

  • Guter gesundheitlicher Gesamtzustand
  • Bereitschaft zum Komfortverzicht
  • Flexibilität und Teamgeist
  • Mindestalter 14 Jahre
Bist Du bereit für das Abenteuer Deines Lebens?

Diese grüne Safari ist meiner Meinung nach mehr als eine Erlebnisreise. Sie ist eine Antwort auf die Frage, wie wir in Zeiten der Klimakrise noch verantwortungsvoll und klimafreundlich reisen können. Sie ist ein Zeichen, dass wir uns nicht zwischen Abenteuer und Nachhaltigkeit entscheiden müssen. Und sie ist vielleicht auch die beste Entscheidung, die Du dieses Jahr treffen wirst.
Ich würde mich freuen, Dich auf dieser einzigartigen Reise begleiten zu dürfen.

Bernd Pfleger ist Biologe, Wildnis-Guide und Gründer vom Natur-Reiseveranstalter „Experience Wilderness“ (ausgezeichnet mit dem Österreichischen Umweltzeichen). Seit über 15 Jahren leitet er Touren in die entlegensten Wildnisgebiete der Erde – mit dem Anspruch, Naturerlebnisse und Nachhaltigkeit zu vereinen. Mehr über ihn unter https://www.experience-wilderness.com/di-fh-bernd-pfleger-msc

Bilder:

© Experience Wilderness

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