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VIVAMUNDO REISEN: Frauenreise Indien „Tempel, Holi, Ayurveda“

„Tempel, Holi, Ayurveda“ – schon der Titel unserer Frauenreise nach Indien verheißt ein Eintauchen in die indische Kultur, nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch und mit vielen wundervollen Begegnungen.

Unsere letzte Reise, knapp vor dem Auftreten von COVID 19, war geprägt von den vielen Eindrücken und freundschaftlichen Treffen und wir hoffen sehr, dass dies auch 2022 wieder der Fall sein wird.

Delhi

Angekommen in Delhi bummeln wir bereits durch die quirlige Altstadt mit ihren engen Gassen, den kleinen Shops und Läden, den hoch beladenen Rikschas und auch dem Lärm und den Gerüchen Indiens.

Die Jama Masjid, die größte Moschee Indiens, bietet Platz für bis zu 20.000 Gläubige. Hatten wir hier religiöse Zurückhaltung erwartet, wurden wir sogleich überrascht und sofort von jungen Mädchen angesprochen, die ganz ohne Berührungsängste gern mit uns für ein – bzw. unzählige, Selfies posieren möchten. Wir fühlen uns fast wie Models oder Celebrities und genießen diese erste unbeschwerte Kontaktaufnahme, die uns noch ganz oft begegnen und für viele amüsante Momente sorgen wird.

Im wunderschönen Sikhtempel „Gurudwara Bangla Sahib“ mit seiner vergoldeten Kuppel werden wir genauso liebevoll empfangen. Wir lauschen ergriffen den Gebeten und werden ganz ruhig – bis wir die riesige Küche betreten, in der täglich bis zu 8000 Mahlzeiten zubereitet und kostenlos an Besucher und Pilger verteilt werden. Auch hier werden wir direkt integriert und dürfen mit anfassen. Wir schauen fasziniert den Köchen an den riesigen Suppentöpfen zu und genießen das kulturelle Miteinander, bei dem der Spaß nicht zu kurz kommt – besonders wenn wir versuchen, die Teigbällchen aufzufangen, die geschickte Finger uns zuwerfen, um sie zu den kleinen, leckeren Fladen, den Chapattis, zu verarbeiten.

Eintauchen in die indische Kultur,
nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch

Agra und das Taj Mahal

Der Besuch am Stufenbrunnen und am Qutab Minar sind beeindruckend – und schon geht die Reise weiter nach Agra, wo uns zunächst das mächtige Rote Fort zu einem Besuch erwartet. Eine weitere wunderbare Begegnung haben wir in einem kleinen Dorf bei Agra. In einem sozialen Projekt werden hier junge Mädchen unterstützt, einen Beruf zu lernen oder eine Tätigkeit auszuüben, mit der sie ihren Lebensunterhalt selbst sichern können – und so sitzen wir gern bei Sonali, Asha und Gita, die hingebungsvoll und geduldig – und sehr scheu – unsere Hände wunderbar mit Henna bemalen.

Und dann, am nächsten Morgen, pünktlich zum Sonnenaufgang, ist es endlich soweit: wir besuchen das Taj Mahal, Sinnbild ewiger Liebe. Für einige von uns erfüllt sich hier ein Lebenstraum und der Sonnenaufgang am Taj ist ein wahrer Gänsehautmoment…..

Eigentlich ist das Taj Mahal ein Mausoleum; der muslimische Großmogul Shah Jahan ließ das Bauwerk zum Gedenken an seine bei der Geburt des 14. Kindes verstorbene Ehefrau Mumtaz Mahal erbauen, die er über alles liebte. Über 17 Jahre dauerte es, das Grabmal zu erbauen, über 20.000 Handwerker und Künstler waren daran beteiligt. Die Materialien wurden mit über 1000 Elefanten aus Indien und ganz Asien herbeigeschafft….unglaublich…
Heute ist das Taj Mahal ein beliebtes Ziel frisch verheirateter indischer Ehepaare, denn ein Besuch soll jede Liebe stärken und ihr Dauer verleihen.

Bevor wir Agra verlassen, besuchen wir noch einen über 80 Jahre alten Kunsthandwerker, der wunderbare Stickereien herstellt und das Taj Mahal als gesticktes Bild verewigt hat. Viele Monate hat die akribische Arbeit gedauert und große Summen wurden ihm dafür schon geboten, doch das Taj bleibt unverkäuflich.

Fatehpur Sikri und der Ranthambore Nationalpark

Auf dem Weg zu unserem nächsten Abenteuer halten wir an der „Geisterstadt“ Fatehpur Sikri, die nur wenige Jahre bewohnt wurde und wegen Wassermangels wieder verlassen wurde.

Und dann sind wir da: im Ranthambore Nationalpark! Über 280 km² groß und bekannt für seine große Population an bengalischen Tigern, die hier wenig scheu sind und oft gesichtet werden können.

Allein die Fahrten im Canter, einer Art offenem Lastwagen, durch den erwachenden Park im Sonnenaufgang und wieder zum Sonnenuntergang, sind ein Erlebnis und wir sehen Hirsche, Wildschweine, einen Schakal, Eulen, Antilopen, Krokodile, Unmengen an Vögeln….nur ein Tiger bleibt uns diesmal verwehrt….obwohl ihn unsere Gäste auf den letzten Indienreisen fast immer gesehen haben….aber das macht nichts, denn die Landschaft mit ihren Seen, ihrer Festung, den Hügeln und Felsen hat etwas Paradiesisches….

Jaipur und das Holika-Dahan, zu Gast bei Freunden

Noch einmal führt uns unsere Reise weiter – nach Jaipur, der „Pink City“ – so genannt, weil die Altstadt 1876 anlässlich des Besuches von Kronprinz Eduard, des Prinzen von Wales, komplett neu in pink gestrichen wurde – denn rosarot ist die traditionelle Farbe der Gastfreundschaft in Rajasthan.

Natürlich freuen wir uns auf den prächtigen City Palast, das Observatorium und das nahe gelegene Amber Fort.

Noch mehr freuen wir uns aber über den Abend bei Freunden, mit denen wir „Holika-Dahan“ feiern, den Vorabend des bunten Holifestes, bei dem eine Nachbildung der Dämonin Holika aus Stroh und Dung auf Scheiterhaufen symbolisch verbrannt wird und den Sieg des Guten über das Böse darstellen soll. Unsere Gastgeberinnen kleiden uns in farbenprächtige Saris (was gar nicht so einfach ist), bevor wir gemeinsam auf die Straße gehen, um der Zeremonie beizuwohnen. Anschließend sind wir zum Abendessen eingeladen und freuen uns über den regen Austausch.

Holi

Wham – schon bin ich rot im Gesicht! Ein Teenager hat mich gleich als Touristin ausgemacht und freut sich diebisch, mir die erste Farbe zu verpassen – heute ist Holi, das ausgelassene Fest der Farben, das wir mitten unter den Einheimischen im Krishnatempel in Jaipur feiern – und wie! Es dauert keine 5 Minuten und unsere ehemals weiße Kleidung ist rot, gelb, grün, pink – wildfremde Menschen kommen mit Farbbeuteln auf uns zu und schmieren uns Farbe ins Gesicht und in die Haare, es gibt keinen Unterschied zwischen Einheimischen und Touristen, zwischen Männern und Frauen, alt und jung – jeder ist ausgelassen, jeder ist fröhlich und jeder, wirklich jeder, ist nach wenigen Augenblicken bunt.

Die Luft ist voller Farbstaub, Musik ertönt laut und lauter, von überall werden wir gegrüßt mit „Happy Holi“, mit Farben beworfen und gern auch mal mit Wasserpistolen mit buntem Wasser besprengt. Trotzdem merkt man, dass Holi auch ein religiöses Fest ist, das Bemalen mit Farben ist gleichzeitig ein Segen, oft werden die Farben am Altar geweiht, es geht um Liebe, Frühlingserwachen, Erneuerung und den Sieg des Guten über das Böse.

In regelmäßigen Abständen werden die Rufe und die Musik noch lauter, die Priester segnen die Menschen mit Weihwasser und eine Runde um das Innerste des Tempels beginnt – und wir sind mittendrin. Es geht weiter und weiter und wir werden nicht müde, mitten im Geschehen zu sein…..

Irgendwann ist aber auch dieser Tag zu Ende, unter der Dusche schmunzelt wohl jede von uns noch einmal vor sich hin, denn die Farben sind dann doch ein wenig hartnäckiger und werden uns noch einige Zeit an diesen herrlichen Tag erinnern.

Wir bereiten uns auf die Weiterreise in unser kleines Ayurveda-Paradies in Kerala vor, wo wir eine Woche absolute Entspannung und wunderbare ayurvedische Massagen und Behandlungen genießen.

Und wenn Sie jetzt Lust auf Indien bekommen haben, den Termin für diese Reise 2022 finden Sie hier.

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Header-Bild: © Fotolia/ deyroop

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